VDMA-Positionspapier

Eine zukunftsfähige Normungspolitik für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie

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Vorschlag des VDMA zur Finanzierung der Normung (basierend auf der aktuellen Finanzierungsstruktur des NAM)

Der nachfolgende Vorschlag des VDMA stellt ein prinzipielles Modell dar, wie - ausgehend von der aktuellen Finanzierungsstruktur des NAM - die gesamte DIN-Normungsarbeit finanziert werden könnte. Ein wesentliches Ziel ist dabei, durch eine langfristige Stabilität der Finanzierung die Normung im DIN weiter zu stärken.

Der Vorschlag basiert auf der gültigen Vereinbarung zwischen DIN und VDMA vom 14.01.1949 (erneuert 1976) in der festgelegt ist, dass der Normenausschuss Maschinenbau (NAM)

  • finanziell, personell und organisatorisch dem VDMA angegliedert ist;
  • zuständig ist für nationale, europäische und internationale Normung auf dem Gebiet des Maschinenbaus;
  • die Normung nach den allgemeinen Grundsätzen des DIN (Satzung des DIN, DIN 820 usw.) durchführt;

der VDMA

  • alle Geschäftsstellenkosten für die Normungsarbeit des NAM trägt;
  • keinen Anspruch auf Kostenbeteiligung des DIN hat;

das DIN

  • dem NAM zentrale Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung stellt;
  • alle durch die Normungsarbeit des NAM erzielten Erlöse beansprucht.

Davon ausgehend kann die komplette Finanzierung der Maschinenbaunormung in vier Kostenblöcke untergliedert werden.

Kostenblöcke Normung

Die nachfolgende Kostenblockunterteilung orientiert sich am neuen Kostenrechnungs- und Finanzierungsmodell des DIN, das vom VDMA als Schritt hin zu mehr Transparenz und Finanzierungsgerechtigkeit ausdrücklich begrüßt wird.

1. Fachliche und administrative Betreuung von Normungsprojekten des NAM

Alle finanziellen Aufwendungen (Personal- und Sachkosten), die dem NAM im Rahmen der Erarbeitung bzw. nationalen Spiegelung von nationalen, europäischen und internationalen Normen (DIN, DIN EN, DIN EN ISO, DIN ISO und ISO) in seinem Zuständigkeitsbereich entstehen, werden darüber abgedeckt. Die Kosten für die Sekretariatsführung von europäischen und internationalen Gremien durch den NAM sind ebenfalls berücksichtigt.

2. Fachliche Interessenvertretung auf europäischer und internationaler Ebene

Entsprechend seiner strategischen Ausrichtung wendet der NAM erhebliche Ressourcen auf, um die deutschen Interessen im Rahmen von CEN, CENELEC, ISO und IEC in seinem Einflussbereich auf horizontaler und fachspezifischer Ebene durchzusetzen.

3. Zentrale administrative Dienstleistungen des DIN

Entsprechend der oben genannten Vereinbarung zwischen DIN und VDMA nimmt der NAM folgende zentrale Dienstleistungen des DIN in Anspruch:

  • Verbindungsstelle für die externen Normenausschüsse im DIN;
  • Hilfsmittel zur Gremienbetreuung und Projektbearbeitung (insbesondere DIN-Livelink);
  • Leistungen der DIN-Normenprüfstelle;
  • Leistungen des DIN-Zeichenbüros;
  • Leistungen des Beuth-Verlags (Normveröffentlichung).

4. Interessenvertretung durch das DIN auf normungspolitischer Ebene in CEN, Cenelec, ISO und IEC

Vertretung der deutschen Interessen in den Lenkungsgremien von CEN, CENELEC, ISO und IEC zu horizontalen normungspolitischen Fragen.

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