Handhabungstechnik Elektrische Drehmodule und Greifer zum flexiblen Handhaben

Autor / Redakteur: Maik Decker / Rüdiger Kroh

Wenn Bauteile in frei definierbare Positionen geschwenkt oder endlos gedreht werden sollen, stößt die Pneumatik schnell an ihre technischen Grenzen. Elektrisch angetriebene Schwenk- und Drehmodule sind frei positionier- und programmierbar. So lassen sie sich schnell an neue Aufgaben anpassen.

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Bild 1: Mit elektrischen Greifern (links) sowie Schwenk- und Drehmodulen lassen sich beliebige Positionen schnell anfahren.
Bild 1: Mit elektrischen Greifern (links) sowie Schwenk- und Drehmodulen lassen sich beliebige Positionen schnell anfahren.
(Bild: Sommer-automatic)

Handhabungsprozesse sind in der industriellen Produktion allgegenwärtig. Überall müssen Teile gegriffen, bewegt, gedreht oder geschwenkt werden. Erledigt werden diese Aufgaben in automatisierten Prozessen von Greifern sowie Dreh- und Schwenkmodulen, die direkt in den Maschinen oder an Robotern installiert sind. Neben pneumatisch angetriebenen Lösungen gewinnen dabei elektrische Handhabungssysteme und -komponenten zunehmend an Bedeutung.

Drehzahl und das Drehmoment lassen sich problemlos regulieren

-90°, 0°, 90°: Dies sind die drei typischen Positionen pneumatisch angetriebener Schwenk- und Drehmodule bei einem Drehwinkel von maximal 180°. In vielen klassischen Handling-Applikationen reichen diese Möglichkeiten vollkommen aus. Sollen Teile jedoch in weitere, frei definierbare Positionen geschwenkt oder endlos gedreht werden, sind die technischen Grenzen der Pneumatik schnell überschritten.

Dann schlägt die Stunde elektrisch angetriebener Schwenk- und Drehmodule wie der DES-Serie von Sommer-automatic. Angetrieben durch einen AC-Servomotor in Verbindung mit einem Zahnriemen-Zahnstange-Schneckengetriebe sind die Schwenkmodule bei unbegrenztem Drehwinkel frei positionier- und programmierbar und können beliebig viele Positionen anfahren. Auch die Drehzahl und das Drehmoment lassen sich im Gegensatz zu pneumatischen Drehmodulen problemlos regulieren. Je nach Ausführung sind Drehzahlen bis 50 min-1 und maximale Drehmomente bis 50 Nm möglich. Damit lassen sich auch schwere Werkstücke schnell und sicher bewegen.

Vorteil der DES-Serie ist die sehr flache und kompakte Bauform

Ein weiterer Vorteil der DES-Serie ist ihre sehr flache, kompakte Bauform. Mit Einbauhöhen von 52 mm (DES140) oder 75 mm (DES190) eignen sich die Drehmodule für den Einsatz in Anwendungen mit begrenztem Einbauraum. In der Ausführung D1 sind beide Baugrößen zudem mit einer Mediendurchführung erhältlich, die die Durchleitung von Pneumatik- und Elektroanschlüssen durch einen integrierten Drehverteiler ermöglicht. Störkonturen durch Pneumatik- und Elektroleitungen werden auf diese Weise minimiert und die Prozesssicherheit erhöht.

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