IFU Stuttgart Elektromobilität macht den Massivumformern zu schaffen

Redakteur: Dietmar Kuhn

Knapp 300 Fachleute aus der Massivumformung sind der Einladung des Instituts für Umformtechnik (IFU) der Universität Stuttgart gefolgt, um an drei Tagen aktuelle Werkstofffragen für die Massivumformung zu diskutieren.

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Die Massivumformung lebt von der Automobilindustrie. Im Zeitalter der E-Mobilität bläst den Umformern jedoch ein kalter Wind entgegen. (Bild: Kuhn)
Die Massivumformung lebt von der Automobilindustrie. Im Zeitalter der E-Mobilität bläst den Umformern jedoch ein kalter Wind entgegen. (Bild: Kuhn)

„Traditionell ist der Werkstoff Stahl immer noch die Nummer 1 in einer modernen Industriegesellschaft“, sagt denn auch Dr.-Ing. Peter Dahlmann, Mitglied der Geschäftsführung des Stahlinstituts VDEh in Düsseldorf. Er zeichnete in seinem Vortrag für die Zukunft ein positives Bild, denn die Weltrohstahlerzeugung, die mit 1,4 Mrd. t 2010 ein Rekordergebnis erzielte, wird weiter zulegen.

Stahl trägt viel zur Ressourceneffizienz bei

Darüber hinaus weist Stahl mit seiner 100%igen werkstofflichen Wiederverwertung ein wesentliches Effizienzmerkmal auf. So können innovative Stahlwerkstoffe in der Anwendung sechsmal so viel CO2 einsparen, wie ihre eigene Produktion verursacht. „Im Übrigen“, so sagt Dahlmann, „weist die Stahlerzeugung in Deutschland und Westeuropa einen sehr hohen Grad an Ressourceneffizienz auf.“

Harter Wind scheint den Massivumformern aber durch die E-Mobilität künftig ins Gesicht zu wehen. „Die E-Mobilität ist für die Massivumformer eine echte Herausforderung, sich nach neuen Absatzmärkten umzuschauen“, sagte denn auch Dr.-Ing. Stephan Huber von der Seissenschmidt AG, einem Hersteller von umgeformten Automobilkomponenten.

Auch Hybridfahrzeuge benötigen weniger Massivumformteile

Huber zeigte ein Szenario der Automobilentwicklung bis 2020 auf. Danach wird es bis dahin etwa 10% echte E-Cars geben, etwa 50% aller Fahrzeuge werden dann aber schon als Hybride durch die Landschaft fahren. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass etwa 30 bis 40% weniger Massivumformteile in der Autoproduktion benötigt werden.

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