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Excellence in Production 2017

Festo Polymer gewinnt „Werkzeugbau des Jahres“

| Redakteur: Robert Horn

Stolze und glückliche Gewinner. Detlev Schopphoff, Klaus Hilmer, Jörg Weber, Uwe Hemmerling und Dr. Andreas Noll (v. l.)
Stolze und glückliche Gewinner. Detlev Schopphoff, Klaus Hilmer, Jörg Weber, Uwe Hemmerling und Dr. Andreas Noll (v. l.) (Bild: Fraunhofer IPT)

Gesamtsieger des Wettbewerbs „Excellence in Production“ 2017 ist die Festo Polymer GmbH. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen im Rahmen des 17. internationalen Kolloquiums „Werkzeugbau mit Zukunft“.

Seit vierzehn Jahren vergeben das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT die Auszeichnung „Excellence in Production“ im Bereich des Werkzeugbaus. Die unabhängige Jury aus Vertretern von Wissenschaft, Politik, Verbänden und Industrie vergab den Gesamtsieg und den Kategoriensieg „Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter“ an die Festo Polymer GmbH. Das Unternehmen hat sich damit in einem Wettbewerbsumfeld gegenüber 292 Teilnehmern durchgesetzt. „Nachdem wir bereits in den vergangenen Jahren als Finalist nominiert waren, sind wir nun sehr stolz und freuen uns, diese Preise erhalten zu haben. Der Gesamtsieg kam für uns natürlich sehr überraschend. Er bestätigt, dass wir mit unserem Werkzeugbau auf dem richtigen Weg sind und motiviert uns dazu, auch weiterhin die Potenziale zur Verbesserung auszuschöpfen“, sagt Detlev Schopphoff, Geschäftsführer der Festo Polymer GmbH.

Eine Stärke des internen Werkzeugbaus der Festo Polymer GmbH war laut Jury das schlüssige Automatisierungskonzept: ein optimaler Einsatz der vollautomatisierten Fertigungszelle, bestehend aus je zwei Erosions- und Fräsmaschinen sowie Mess- und Waschmaschine. Die Jury lobte das weiterentwickelte Geschäftsmodell durch die Installation eines Polymer-Offices und die generative Fertigung von Werkzeugen zur frühen Integration in den Entwicklungsprozess. Zu einem runden Gesamtbild tragen die sehr gute Ordnung, Sauberkeit und Ergonomie des vollklimatisierten Shopfloors bei. Ein Expertenteam besuchte das Unternehmen vor Ort und konnte sich dabei persönlich von der Leistungsfähigkeit überzeugen.

Kompetenz für Kunststoffe mit Industrie 4.0

Werkzeugbau der Festo Polymer GmbH
Werkzeugbau der Festo Polymer GmbH (Bild: Festo)

Die Festo Polymer GmbH ist eine im Jahr 2014 ausgegründete Tochtergesellschaft der Festo AG & Co. KG. Sie ist das Leitwerk von Festo für Polymere im Saarland.Dort hat Festo alle Kompetenzen rund um die Polymer- und Elastomerverarbeitung zusammengefasst: Technologie, Werkzeugbau und Produktion. Digitalisierung, Simulationen und vernetzte Anlagen erfüllen die Anforderungen an eine Produktion, die der Industrie 4.0 gerecht wird. So wird der Prozess von der Entwicklung bis zur Fertigung ganzheitlich abgebildet und stetig verbessert. Im modernen und hochtechnisierten Werkzeugbau in Hassel arbeiten die Konstrukteure statt mit Zeichnungen mit einem 3D-Modell, bei dem unterschiedliche Farben die erforderlichen Toleranzen darstellen. Diese Daten können direkt ins System gespeist und verarbeitet werden.

Einsatz aktueller Maschinentechnologien im Formwerkzeugbau

Drei verschiedene Bearbeitungsvorgänge laufen verkettet in einer Anlage mit Handlingsystem ab: Hochgeschwindigkeitsfräsen (HSC), Senkerosion und Qualitätsprüfung. Die für die HSC-Bearbeitung benötigten Fräswerkzeuge erkennt die Anlage mithilfe von Datamatrix-Codes. Zwei Senkerodieranlagen bringen unter Verwendung parallel gefertigter Elektroden die gehärteten Stahlteile in Form. Eine Koordinatenmessmaschine mit enorm hoher Messgenauigkeit führt schließlich die Qualitätsprüfung durch und dokumentiert und archiviert die Messergebnisse auf einem zentralen Rechner. Aktuelle und automatisierte Maschinentechnologien ermöglichen kurze Maschinenlaufzeiten und somit geringere Durchlaufzeiten sowie einen Einsatz rund um die Uhr.

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