Maschinenautomatisierung Flexible Automationszelle arbeitet tagelang autark und wechselt Greifer selbst

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Die autarke Automationszelle von Martin Systems ist auf maximale Flexibilität ausgelegt. Mit ihrer Flexibilität ist die Speedy in der Lage, mit unterschiedlichsten Bearbeitungsmaschinen zusammenzuarbeiten.

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Die schnelle und autarke Automationszelle „Speedy“ übernimmt fast jede Aufgabe an jedem Ort.
Die schnelle und autarke Automationszelle „Speedy“ übernimmt fast jede Aufgabe an jedem Ort.
(Bild: Martin Systems)

Auf der Basis von Profinet und Profisafe ist die Automationszelle für die Kommunikation in der modernen Maschinenwelt ausgestattet. Die wichtigste Voraussetzung für ausdauerndes Arbeiten ist ihr großer Speicher für Rohteile. So kann die Speedy bei entsprechender Beladung tagelang autark arbeiten. Dafür benötigt sie kaum mehr Standfläche als ein Werkstattwagen. Ein Schubladensystem ergibt auf knapp 1,3 m² mehr als die fünffache Fläche an Speichervolumen, so der Hersteller. Mit 2,5 m Höhe kommt sie selbst in beengten Produktionshallen zum Einsatz.

Kinderleichte Smile-Steuerung

Die Smile-Steuerung über ein Touchpad ist kinderleicht, so der Hersteller. Ändert sich die Größe des Produkts, werden nur die neuen Abmessungen eingegeben. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Aufnahmemustern.

In den Schubladen liegen Inlays, auf denen die Rohteile gelagert sind. Jede Schublade kann bei Bedarf mit unterschiedlichen Aufträgen bestückt werden. Da die mobile Anlage von zwei Seiten zugänglich ist, arbeitet zum Beispiel eine angeschlossene Drehmaschine kontinuierlich weiter, während die „Speedy“ be- und entladen wird. Durch den riesigen Pufferspeicher und die hohe autarke Laufzeit nimmt der Werker den Wechsel dann vor, wenn er Zeit dafür hat.

Vermessen, Laserbeschriften, Reinigen, Entgraten und viele weitere Aufgaben arbeitet die „Speedy“ bei Bedarf mit ab. Wenn eine Bearbeitungsmaschine keine Aufträge mehr hat, wird sie mit dem Hubwagen oder Stapler zur nächsten gebracht. Ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Aufgaben wie Fräsen oder Drehen ist möglich. Außerdem gibt es eine Andockstelle für einen Sprinter des Fahrerlosen Transportsystems (FTS), der die Teile liefern oder abholen kann.

Selbstständiger Greiferwechsel

Als Ausstattungsoption wechselt „Speedy“ seine Greifer selbstständig. Bis zu fünf verschiedene haben im Greiferbahnhof Platz. Zeitraubende Rüstzeiten entfallen. Mit einer Reichweite von etwa zwei Meter und einer Traglast bis zu 35 Kilogramm meistert sie ein breites Aufgabengebiet.

Mit dem intuitiven Bedienpaneel, dem flexiblen Schnittstellenkonzept und der aktuellen Sicherheitstechnik ist die neue Automationszelle bestens für die Aufgaben von Industrie 4.0 vorbereitet. Über die IP-Adresse lässt sie sich ins WLAN einbinden. Ihr Status kann über Smartphone oder Tablet abgerufen werden.

Mit einem modernen, frei konfigurierbaren Laserscanner wird ein freier Zugang bei hoher Sicherheit erreicht. Die Schubladen sind mit Lichtschranken abgesichert. Die prozesssichere Anlage ist in jeder Farbe innerhalb von 12 Wochen lieferbar.

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