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Finanzierung

Fördermittel für den deutschen Mittelstand

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Angesichts langfristig steigender Energiepreise und der forcierten deutschen Energiewende entstanden in den vergangenen Jahren vor allem Förderprogramme zur Energieeffizienzfinanzierung im gewerblichen und privaten Bereich. Die Programme fördern eine frühe oder über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Erfüllung von Vorgaben. Einige Kredite zugunsten von Energieeffizienzinvestitionen – inklusive dem Bauen und Sanieren im gewerblichen Bereich – zählen zu den zinsgünstigsten Förderprogrammen im KfW-Angebot. Unternehmen, die Gebäudeinvestitionen andenken, sollten sich zeitnah entscheiden: Die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) und damit auch die Förderbedingungen werden 2016 verschärft.

KFW fördert Ressourceneffizienz

Ein anderes großes Förderthema sind Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz. Schätzungen zufolge entfallen bis zu 45 % der Betriebskosten von Unternehmen im produzierenden Gewerbe auf Materialkosten. Modernere Fertigungstechnik kann hier laut dem VDI Zentrum Ressourceneffizienz bis zu 20 % einsparen – und so die Kosten erheblich verringern. Die KfW fördert über ihr Umweltprogramm entsprechende Maßnahmen. Aber auch Landesförderinstitute, wie NRW.Bank und L-Bank bieten mit ihren „Effizienzkrediten“ sehr attraktive Programme.

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Das jüngste Produkt aus der KfW-Förderlandschaft ist der „Unternehmerkredit Plus“, der im Dezember 2014 eingeführt wurde. Er wird deutlich unter Kapitalmarktniveau verzinst und kann von innovativen Unternehmen sowohl für Investitionen als auch für Betriebsmittel beantragt werden. Zudem wird das Kreditrisiko zwischen der Hausbank und der KfW geteilt. Für Unternehmen bedeutet dies, dass ihre Sicherheitenbasis geschont wird, ohne dass sie hierfür einen Zinsaufschlag zahlen müssen. Die Kreditzusagen werden außerdem tendenziell höher ausfallen können, da das durchleitende Kreditinstitut nur die Hälfte des Risikos trägt.

Die Möglichkeiten für Unternehmen, über Fördermittel ihren Finanzierungsmix noch besser auszubalancieren, werden 2015 sogar weiter steigen: Gemäß dem „Juncker-Plan“, der im Sommer 2015 in Kraft treten soll, will die Europäische Kommission einen Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) mit einem Volumen von 21 Mrd. Euro gründen. Das Investitionsprogramm soll Geschäftsbanken einen weiteren Anreiz bieten, ihre Kunden mit zinsgünstigen Krediten zu unterstützen.

Grundsätzlich gilt: Die Konditionen von Förderprogrammen bleiben auch 2015 attraktiv, vor allem für die Förderschwerpunkte Forschung und Entwicklung sowie Steigerung von Energie- und Ressourceneffizienz. Unternehmen sollten stets mit ihren Hausbanken prüfen, ob und welche Fördermittel sie bei ihren Investitionsvorhaben in Anspruch nehmen können. Dabei sollte die Hausbank frühzeitig eingebunden werden, da der Antrag in der Regel vor Beginn des Vorhabens zu stellen ist. MM

* Bernd Christophersen ist Leiter Öffentliche Förderkredite bei der HSBC in Düsseldorf, Tel. (02 11) 91 00, CMB.Foerderkredite@hsbc.de

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