Logistiksoftware Fraunhofer-Software vergleicht Verpackungs- und Logistikkosten

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI) stellt jetzt eine Software vor, die die Befüllung von Behältern mit baugleichen, komplex geformten Teilen optimiert.

Die neue Version der Verpackungssoftware „PackAssistant“ des Fraunhofer-SCAI bezieht zusätzliche Stufen der Transportkette in die Verpackungsplanung ein.(Bild:  Fraunhofer-SCAI)
Die neue Version der Verpackungssoftware „PackAssistant“ des Fraunhofer-SCAI bezieht zusätzliche Stufen der Transportkette in die Verpackungsplanung ein.
(Bild: Fraunhofer-SCAI)

„PackAssistant“ berechnet auf Basis von 3D-CAD-Daten platzsparende und bauteilschonende Packungen und minimiert so Verpackungs- und Logistikkosten. Jetzt hat das Fraunhofer-SCAI die Software um wichtige neue Funktionen erweitert: „PackAssistant“ kann nun auch die Beladung von Paletten und Lkw planen und die gesamten Pack- und Loigstikkosten berechnen. Damit bezieht die neue Version zusätzliche Stufen der Transportkette in die Verpackungsplanung ein. Unternehmen können nun mehrere Lösungen hinsichtlich ihrer Verpackungs- und Logistikkosten vergleichen. Dabei bleibt die platzsparende Anordnung baugleicher Teile in Behältern Kern der Software. Die dreidimensionale Verpackungsplanung berücksichtigt neben Länge, Breite und Höhe auch die tatsächliche Geometrie der Bauteile. „PackAssistant“ berechnet daraus Anordnungen, die den verfügbaren Raum bestmöglich nutzen und die Teile zugleich vor Beschädigungen schützen. Vor allem bei komplex geformten Komponenten kann die Berechnung aufwendige manuelle Packversuche verkürzen oder ersetzen. Verpackungslösungen lassen sich dadurch bereits während der Produktentwicklung untersuchen.

Ergebnis wird grafisch dargestellt

Wie es heißt, bauen die neuen Funktionen auf dieser Behälteroptimierung auf. Steht die Anordnung der Bauteile fest, platziert „PackAssistant“ die beladenen Behälter auf Paletten und ordnet sie anschließend im Laderaum eines Lkw an. Auch eine Beladung ohne Paletten ist möglich. Die benötigten Behälter-, Paletten- und Lkw-Typen kann man über die Benutzeroberfläche auswählen. Das Ergebnis der Berechnung stelle die Software grafisch dar, wie es weiter heißt. Auf diese Weise sei nachvollziehbar, wie der vorhandene Raum im Behälter, auf der Palette und im Fahrzeug genutzt werde. Für eine realistischere Darstellung würden nun auch Packmaterialien wie Trays, Inserts und Gefache direkt angezeigt.

„PackAssistant“ richtet sich, wie das Fraunhofer-SCAI berichtet, vor allem an Industrieunternehmen, die häufig große Stückzahlen baugleicher, auch komplex geformter Teile verpacken. Mehr als 400 Kunden würden die weltweit über 2.000 Mal installierte Software nutzen. Das SCAI entwickelt das Programm, die Scapos AG, ein Spin-off von SCAI, übernimmt den Vertrieb über ein internationales Netz von Distributionspartnern.

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