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SKF Geplantes Großlager-Prüfzentrum von SKF erhält sein „Innenleben“

| Redakteur: Stefanie Michel

Das Innenleben des neuen Großlager-Prüfzentrums von SKF nimmt Gestalt an: Vergangene Woche bugsierten mehrere mobile Kräne die einzelnen Bauteile für die Hallenkräne an ihren Bestimmungsort – Schwerstarbeit mit höchster Präzision.

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Wie durch ein Nadelöhr: Ein Tieflader fädelt einen fast 20 m langen und mehr als 15 t schweren Querträger für den Hauptkran in das neue Prüfzentrum ein.
Wie durch ein Nadelöhr: Ein Tieflader fädelt einen fast 20 m langen und mehr als 15 t schweren Querträger für den Hauptkran in das neue Prüfzentrum ein.
(Bild: SKF)

Im Inneren des Großlager-Prüfzentrums von SKF in Schweinfurt werden ein Haupt- und ein Hilfskran die künftigen Großlager-Prüflinge (beziehungsweise die mehrere Dutzend Tonnen schwere Adapter dafür) zu ihren jeweiligen Testständen manövrieren. Dabei muss die Positionierung der gewaltigen Lasten mit Toleranzen im Millimeterbereich erfolgen. Zu diesem Zweck ist es unter anderem erforderlich, mögliche Lastveränderungen zwischen den Hubwerken und den Antrieben kontinuierlich zu detektieren und in die Steuerung der Hallenkräne einzubeziehen. „Der Hauptkran mit seinen zwei Laufkatzen ist eine spezifische Sonderkonstruktion, bei der nahezu jede Baugruppe individuell entwickelt wurde“, erläutert Thilo von Schleinitz, Entwicklungsingenieur für technische Sonderlösungen im Testcenter-Team von SKF. „Nur so ließen sich die äußerst ungewöhnlichen Anforderungen an höchste Handhabungspräzision, extreme Anfahrmaße und umfassende Signaltechnik erfüllen.“

Spätere Arbeit mit Großlagern erfordert heute Kran im XXL-Format

Die „feinmotorischen Fähigkeiten“ des Hauptkrans wirken umso erstaunlicher, wenn man einen Blick auf seine Dimensionen wirft. Da es sich bei seinem Transportgut um Großlager und Adapter mit einem Außendurchmesser von bis zu 6 m handeln kann, kommt auch er im XXL-Format daher: Der Hauptkran erstreckt sich über die gesamte Breite der Testhalle und hat somit eine Spannweite von rund 20 m. Seine beiden Querträger wiegen zusammen mehr als 30 t. „Angesichts derartiger Faktoren war beim Einbringen des Krans ebenso viel Maßarbeit wie Geschick gefragt“, meint Andreas Büchner, Senior Project Manager im Testcenter-Team von SKF.

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Zunächst wurden die Träger auf einem Tieflader durch eine etwa 6 × 5 m große Öffnung in der Seitenwand ins Prüfzentrum gefahren – was im direkten Vergleich wie das Einfädeln in ein Nadelöhr wirkte. Innen angekommen, nahmen zwei Autokräne die Träger auf und hievten sie bis auf eine Höhe von über 12 m. Dort oben wurden die Träger schließlich auf ihre Schienen gesetzt, auf denen sich der Kran knapp 80 m weit durch die Halle bewegen kann – mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 m/min ebenso wie im extremen „Schleichgang“.

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