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Drehprozesse In seiner Kürze liegt des Spanes Würze

| Autor/ Redakteur: Michael Parsch / Peter Königsreuther

Citizen Machinerny hat jetzt sein Maschinenportfolio prozesstechnisch erweitert. Und zwar um eine Methode, die die Prozessstabilität beim Drehen langspanender Werkstoffe aufrecht erhält. Dahinter steckt quasi ein echter Wirrspan-Verwirrer.

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Die Cincom L12 ist der neue Zerspanungs-Superheld in der LFV-Familie der Citizen Machinery Europe GmbH (LFV = Low frequency vibration cutting) und damit ein weiteres System mit dem im wahrsten Sinne des Wortes „spanbrechenden Erfolgsrezept“ für die prozessstabile Drehbearbeitung langspanender Werkstoffe – jetzt auch für Kleinteile!
Die Cincom L12 ist der neue Zerspanungs-Superheld in der LFV-Familie der Citizen Machinery Europe GmbH (LFV = Low frequency vibration cutting) und damit ein weiteres System mit dem im wahrsten Sinne des Wortes „spanbrechenden Erfolgsrezept“ für die prozessstabile Drehbearbeitung langspanender Werkstoffe – jetzt auch für Kleinteile!
(Bild: Citizen / p-assfoto)

Ob das A-Team oder MacGyver: Superhelden verstehen es, mit kleinen Tricks und Kniffen selbst große Missionen erfolgreich zu beenden. Auch in der Zerspanungsindustrie ist oftmals „der richtige Dreh“ für wirtschaftliches Arbeiten nötig. Die patentierte LFV-Technologie (Low frequency vibration cutting) der Citizen Machinery Europe GmbH beispielsweise ist eine Lösung für alle, die bisher bei der Bearbeitung langspaniger Werkstoffe um die Stabilität ihrer Prozesse bangen mussten. Nach mittlerweile über zwei Jahren auf dem Markt beweist Citizen, mit welcher Leichtigkeit LFV das Thema „Späne“ zur Nebensache werden lässt.

Ein spanbrechender Durchbruch

„Späne gehören zur Metallbearbeitung wie Wärme zum Feuer. Manche Materialien wie Titan, nichtrostende Stähle, Kupfer, Aluminium, Kunststoffe und Messing ohne Blei haben unter Zerspanern allerdings wegen ihrer langen, unkontrollierbaren Späne einen ausgesprochen schlechten Ruf“, rläutert Markus Reissig, Geschäftsführer der Citizen Machinery Europe GmbH. Spanleitstufen, Spanbrecher und Hochdruck gehören zu den zahlreichen Werkzeugoptionen und Sonderzubehör, mit dem die Praktiker ihre Prozesse optimieren wollen. „Derartige Maßnahmen sind wichtig und zielführend, doch in unzähligen Situationen bringt erst unser LFV den entscheidenden Durchbruch“, betont Reissig.

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„Knack den Span“ lautet das Motto

Doch wie funktioniert das „Low frequency vibration cutting“? Sein Prinzip lässt sich am ehesten mit dem einer oszillierenden Bewegung vergleichen: Die Antriebe der bearbeitenden Achsen erzeugen oszillierende Bewegungen in X- oder Z-Richtung, die mit der Spindeldrehzahl synchronisiert werden. Während einer Spindelumdrehung gibt es Richtungsänderungen der bewegten Achse. Durch diese Richtungsänderungen entstehen sogenannte „Air-cuts“, die die Späne dann definiert brechen. Wie lang die Späne sein dürfen oder sollen, kann der Anwender durch eine Veränderung der Frequenz im Programm einfach selbst bestimmen.

Mit dieser Methode lassen sich nahezu alle Teilegeometrien fertigen, auch simultan in X- und Z-Achse, wie beispielsweise Fasen und Radien. „Auch wenn in puncto Spindeldrehzahl und Vorschub nicht mit ‚Vollgas‘ gefahren wird, sind die Vorteile dieses Bearbeitungsverfahrens seine Effizienz und Prozesssicherheit“, betont Reissig. So würden Aufbauschneiden vermieden und die Standzeiten der Werkzeuge teils massiv verlängert.

Das sinnige Upgrade für Hochtourendreher

Waren bei der Einführung dieses Verfahrens erst die VC03 sowie die Cincom L20 von Citizen mit LFV ausgestattet, sind mittlerweile auch die Cincom L12 und L32 um die spanbrechende Neuerung erweitert. Bei der Miyano-Baureihe ist jetzt der Maschinentyp BNA-42GTY mit der bisher einzigartigen Technik verfügbar. „Somit decken wir nach oben hin Durchmesser bis 42 mm ab. Mit der L12 erfüllen wir darüber hinaus den Wunsch, auch Kleinteile bis 12 mm Durchmesser in gebührendem Tempo bearbeiten zu können“, ergänzt Reissig.

Langdreher wird im Handumdrehen zum Kurzdrehautomat

Tempo stand bei L12 außerdem ganz oben im Lastenheft: 15.000 min-1 an der Hauptspindel und 10.000 min-1 für die angetriebenen Werkzeuge bereiten das System für fast alle Anwendungen vor. Außerdem verkürzt ein Eilgang von 35 m/min die Nebenzeiten und erhöht die Produktivität. „Was die L12 einzigartig macht, ist, dass sich die Führungsbuchse ausbauen lässt. Den ursprünglichen Langdreher kann der Anwender in unter 30 min in einen uneingeschränkt nutzbaren Kurzdrehautomat für die Kleinteilebearbeitung umfunktionieren“, beschreibt Reissig. Die Entscheidung, ob kurz oder lang, stellt sich mit der L12 somit erst gar nicht. „Der Zerspaner bekommt einfach beides in einem – und die LFV-Technologie noch obendrein“, bringt es der Citizen-Geschäftsführer auf den Punkt. MM

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