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Multi-Carrier-System Individuelle Produkte erfordern modulare Maschinenkonzepte

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Optima Consumer ist der erste Pilotkunde für das von Siemens und Festo gemeinschaftlich entwickelte Multi-Carrier-System, das sich einfach und exakt in die vorhandene Intralogistik integrieren lassen soll.

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Optima Consumer ist der erste Pilotkunde für das von Siemens und Festo gemeinschaftlich entwickelte Multi-Carrier-System.
Optima Consumer ist der erste Pilotkunde für das von Siemens und Festo gemeinschaftlich entwickelte Multi-Carrier-System.
(Bild: Siemens)

Ziel des neuen Transportsystems ist, dass Maschinenbauer und produzierende Unternehmen ihre Fertigungslinien und Maschinen schnell an unterschiedliche Formate, Größen und Produktarten sowie saisonale Anforderungen anpassen können. Siemens unterstützt Anwender zudem bereits in der Design- und Konstruktionsphase durch Industriesoftware für die Modellierung und Simulationen des funktionellen Maschinendesigns. Das ermöglicht die Realisierung einer durchgängigen digitalen Prozesskette, angefangen beim Produkt- und Maschinendesign über das Engineering bis hin zur Produktionsautomatisierung. Optima setzt als Pilotkunde das Multi-Carrier-System in seinen Abfüll- und Verpackungsmaschinen ein.

Höhere Fertigungsflexibilität bei maximaler Geschwindigkeit

Der Maschinenbauer brachte dabei nach Unternehmensinformationen seine langjährige Erfahrung und sein Know-how in die Entwicklung des Maschinenkonzepts ein. Mit dem Einsatz des Multi-Carrier-Systems will Optima die Fertigungsflexibilität seiner Kunden aus Branchen wie Food, Non-Food, Kosmetik und Pharma erhöhen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Optima einen der weltweit führenden Maschinenbauer als Kunden für unser Multi-Carrier-System gewinnen konnten“, sagt Ralf-Michael Franke, CEO der Business Unit Factory Automation bei Siemens. „Die zunehmende Individualisierung industriell hergestellter Produkte erfordert modulare Maschinenkonzepte, die minimale Losgrößen bei höchster Geschwindigkeit und maximaler Flexibilität ermöglichen. Produzierende Unternehmen sowie Anlagen- und Maschinenbauer suchen daher nach Lösungen, um die Flexibilität in der Fertigung zu erhöhen. Das gemeinsam mit Festo entwickelte Multi-Carrier-System ist ein wesentlicher Beitrag dazu.“

Unterschiedliche Produktformate auf einer Fertigungslinie

Auf der Hannover-Messe 2015 stellt Siemens die Vorteile des Multi-Carrier-Systems an einer realen Maschine von Optima im Digitalisierungsforum auf seinem Messestand vor. Das Highlight-Exponat zeigt den Besuchern, wie sich das Multi-Carrier-System im Zusammenspiel mit Industriesoftware von Siemens schnell und flexibel an unterschiedliche Anforderungen in der Fertigung anpassen lässt. So können Maschinenbauer individuelle Lösungen oder modulare Maschinenkonzepte durch 3-D-Modellierungen und Simulationen überprüfen und damit die Inbetriebnahme ihrer Maschinen beschleunigen. Das Multi-Carrier-System ermöglicht es, die Transportwagen gemäß der Simulation völlig frei und unabhängig voneinander zu bewegen und zu positionieren. Zudem können Wagen flexibel in das System ein- und ausgeschleust sowie in die vorhandene Intralogistik eingebunden werden. Im Resultat lassen sich so unterschiedliche Produktformate auf einer Fertigungslinie herstellen.

Ganzheitlichen Engineeringansatz und integrierte Motion Control

Technische Basis des Multi-Carrier-Systems sind Linearmotoren von Festo für die Bewegung und genaue Positionierung der Transportwagen. Siemens war für den Bereich der Automatisierung verantwortlich. Mit einem ganzheitlichen Engineeringansatz und einer integrierten Motion Control-Funktionalität lassen sich die Transportbewegungen präzise steuern und unterschiedliche Maschinenmodule in einem System koordinieren.

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