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EMO Hannover 2017 Innenwirbeln mit Hartdrehen drittelt Zykluszeit

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die Komplettbearbeitung von Kugelumlaufmuttern werde mit der LWN 120 IW von Leistritz jetzt einfacher.

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Die Herstellung komplexer Kugelumlaufmuttern und andere mir Innengewinde auszustattenden Werkstücke gelingt mit der neuen LWN 120 IW, wie Leistritz sagt, mit hoher Präzision und Produktivität.
Die Herstellung komplexer Kugelumlaufmuttern und andere mir Innengewinde auszustattenden Werkstücke gelingt mit der neuen LWN 120 IW, wie Leistritz sagt, mit hoher Präzision und Produktivität.
(Bild: Leistritz )

Die Kombination eines NC-gesteuerten Innenwirbelns mit dem Hartdrehverfahren sorge für eine höhere Produktivität bei der Komplettbearbeitung von Muttern mit Funktionsflächen, wie Leistritz mittels anspruchsvoller Teile, gefertigt auf der LWN 120 IW, auf der EMO 2017 in Hannover demonstriert. Möglich wird das durch eine präzisionsgeschliffene Hartmetallplatte, die, wie es weiter heißt, schon das ganze Profil enthält. So lasse sich die Profilgüte reproduzierbar erzielen, die sonst nur durch aufwändiges Schleifen erreicht würde. Der Clou ist laut Leistritz, dass die Profilplatte beim Innenwirbeln nur einmal pro Gewindegang in das Werkstück gefahren wird. So steige die Produktivität im Vergleich zum Drehen oder Schleifen um das Dreifache.

Produktiveres Wirbeln der meisten Innenprofile

Die hochpräzise Profilierung erfolge dabei vom Werkstück zum Oszillator. Während des Prozesses rotiert das Werkstück zur Maximierung der Schnittgeschwindigkeit mit bis zu 150 min-1 um das Werkzeug, dessen Spindel mit 5 bis 2400 min-1 rotiert und dabei parallel linear oszilliert, damit die profilierte Schneidplatte stets senkrecht zum Gewindeprofil steht, wie Leistritz erklärt. Die Schnitttiefe werde über die CNC durch die X-Achse der Maschine eingestellt. So könne das ganze Innenprofil in einem Durchgang gefertigt werden.

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Mit einem Z-Achsenverfahrweg in horizontale Richtung von 1100 mm und einem X-Achsenhub von 182 mm lassen sich auf der neuen Innenwirbelmaschine die meisten Innenprofile erzeugen: So ist es möglich, neben allen denkbaren Gewindegeometrien, auch Kugelgewindemuttern mit einer Steigung von 40 mm bei einem Durchmesser von 40 mm, beziehungsweise 80 mm Steigung bei 40 mm Durchmesser, mit höchster geometrischer Qualität in einem Fertigungsschritt komplett zu bearbeiten. Die eindeutige Geometrie der geschliffenen Profilplatte erlaube de facto eine 100-%-Kontrolle, auch wenn nur stichprobenartig geprüft wird. Dazu ein Beispiel: Ist die Profilmessung beim 50. Werkstück o.k., müssen alle 49 davor produzierten Teile nicht zusätzlich vermessen werden, weil ihr Profil dann ebenfalls stimmt.

Für die Komplettbearbeitung der Funktionsflächen ermöglicht die LWN 120 IW auch das Drehen inklusive der Bearbeitung von Planflächen, also der Stirnflächen der Muttern. Das spare weitere Aufspannarbeit respektive zusätzliche Bearbeitungsschritte und erhöhe die Prozesssicherheit, was im Endeffekt die Durchlaufzeiten zusätzlich verringert.

Auch bei geringen Loßgrößen wirtschaftlich

Ein entscheidender Vorteil der Maschine ist ihre hohe Flexibilität durch kurze Rüst- und Werkzeugwechselzeiten, sagt Leistritz. Das mache die LWN 120 IW auch für kleine Losgrößen einsetzbar. Dank der Trockenzerspanung entstünden keine Kühlschmierkosten und die Späne könnten günstig entsorgt werden. Das Steilbett gewährleistet dabei den ungehinderten Späneabfluss, heißt es.

Zusätzlich sorge ein ausgeklügeltes Engineering mit einem Komplettschutz aller Führungs- und Antriebseinheiten sowie einer zentralen Schmierversorgung der Führungen und Kugelrollspindeln, für eine lange Lebensdauer der Anlage. Zusammen mit der steifen Bettkonstruktion mit vorgespannter Schlittenführung, direktem Messsystem in allen Achsen sowie der Präzisionswerkstückspannung verspricht der Hersteller hohe Zuverlässigkeit und Präzision.

Leistritz auf der EMO Hannover 2017: Halle 5, Stand F23

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