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Wälz- und Gleitlager Internationale Wälz- und Gleitlagerexperten im Austausch auf der Bearing World

Redakteur: Stefanie Michel

Zum zweiten Mal veranstaltete die Forschungsvereinigung Antriebstechnik e. V. (FVA) den internationalen Fachkongress „Bearing World“. Dieser fand am 6. und 7. März 2018 auf Einladung von Prof. Bernd Sauer an der TU Kaiserslautern statt.

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Auf Einladung von Prof. Bernd Sauer trafen sich die Lagerexperten an der TU Kaiserslautern zur 2. Bearing World.
Auf Einladung von Prof. Bernd Sauer trafen sich die Lagerexperten an der TU Kaiserslautern zur 2. Bearing World.
(Bild: FVA/juergenmai.com)

Für industrielle Anwendungen ebenso wie für den Fahrzeugbau gilt: Lager sind das Herz der Maschine. Überall, wo sich in der Technik etwas bewegt, sind Lager ein unverzichtbares Konstruktionselement. Sie stehen im Fokus der Bearing World.

Über 250 Teilnehmer (2016: 200) aus 18 Ländern (2016: 11) kamen zur Expertentagung nach Kaiserslautern. Die deutlich gestiegenen Teilnehmerzahlen aus dem In- und Ausland bestätigen das große Interesse von Industrie und Wissenschaft an einem internationalen Austausch auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau.

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Der Kongress bot einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Wälzlager und erstmalig auch Vorträge zu Gleitlagern. In ihren Keynotes gaben Victoria van Camp, SKF Group, Schweden, und Prof. Tim Hosenfeld, Schaeffler AG, Einblicke in die zukünftigen Herausforderungen für Lagerhersteller.

Im Fokus des Kongresses standen die Themen Zuverlässigkeit und Effizienz mit Themenblöcken wie Energieeffizienz, Schadensarten, Lagerberechnung und -dimensionierung, Anwendungen in der Antriebstechnik sowie Betriebsfestigkeit und Lebensdauer. Experten aus dem Ausland steuerten 17 der 44 Vorträge aus wissenschaftlichen Forschungsinstituten und den Forschungsabteilungen der Unternehmen bei.

Wälzlager-Experten als Spezialisten für Interpretation von Sensordaten

„Vorhersagbarkeit wird sogar wichtiger als eine längere Lebensdauer. Das

bedeutet, dass unsere Wälzlagerexperten auch Spezialisten für die Interpretation von Sensordaten werden müssen und diese in ihren Vorhersagen verwenden. Wir sind der Meinung, dass Maschinenbauer Mechatroniker werden müssen. Bei SKF bilden wir Teams aus Datenanalysten und Maschinenbauingenieuren, damit sie voneinander lernen,“ beantwortete Keynote-Sprecherin Dr.-Ing. Victoria van Camp, Senior Vice President Group Technology Development, SKF Group, die Frage nach den wichtigsten Herausforderungen für die Wälzlagerindustrie. Darüber hinaus werde es immer wichtiger, Vorhersagen über den Betrieb und Betriebszustände zu treffen sowie Lösungen für die fortschreitende Digitalisierung anzubieten.

Megatrends und Elektromobilität erfordern neue Lösungen Prof. Dr. Tim Hosenfeldt, Senior Vice President Technology Strategy and Innovation der Schaeffler AG zeigte in seiner Keynote auf, wie sich die globalen Megatrends Klimawandel, Globalisierung, Urbanisierung und Digitalisierung auf die Unternehmensstrategie und das Angebotsprogramm eines Mobilitätsanbieters und Wälzlagerherstellers wie Schaeffler auswirken. Insbesondere deren Auswirkungen auf die Mobilität der Zukunft, wie zum Beispiel die dynamische Entwicklung der Elektromobilität, fordern auch im Bereich der Wälzlagerindustrie teilweise völlig neue Lösungsansätze und neue Produkte: „Der Wandel der Mobilität ist im Gange und das wird Veränderungen für Schaeffler als Mobilitätszulieferer mit sich bringen. Die große Herausforderung liegt in der Ambidextrie, der seltenen Gabe gleichzeitig beidhändig zu agieren, also bewährte Technologien weiter zu entwickeln und zugleich neue Mobilitätslösungen zu erschließen,“ sagte Tim Hosenfeldt.

Mit internationaler Vernetzung Herausforderungen der Zukunft bewältigen

Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführer der FVA sieht die Forschungsvereinigung auf dem richtigen Weg: „Die internationale Vernetzung von Industrie und Wissenschaft ist unerlässlich, um zukünftige Herausforderungen wie Digitalisierung, Elektrifizierung und nachhaltiges Wirtschaften zu meistern. Mit der Bearing World bietet die FVA die führende internationale Plattform für diesen Austausch auf höchstem wissenschaftlichen und technischen Niveau.“

Die Bearing World Konferenz findet alle zwei Jahre statt. Mit dem Bearing World Journal möchte die FVA den Austausch unter internationalen Experten auch zwischen den Konferenzjahren fortsetzen, indem regelmäßig, einem Peer-Review unterzogene, qualitativ hochwertige, wissenschaftliche Artikel zu Wälz- und Gleitlagern veröffentlicht werden. Mit dem Journal möchte die FVA der internationalen Forschungsgemeinschaft eine Publikationsplattform für Spitzenforschung bieten und so den technologischen Fortschritt auf dem Gebiet der Lager fördern

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