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Investitionstätigkeit im Maschinenbau bleibt stabil

| Redakteur: Melanie Krauß

Trotz der trüben Konjunkturaussichten und der vergleichsweise geringen Umsatzprognosen hat sich die Maschinenbaubranche noch kein rigides Sparprogramm verordnet.

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Trotz geringer Wachstumserwartungen planen die Maschinenbauer 2019 Investitionen auf Vorjahresniveau.
Trotz geringer Wachstumserwartungen planen die Maschinenbauer 2019 Investitionen auf Vorjahresniveau.
(Bild: ©vegefox.com - stock.adobe.com)

Dies geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC für das erste Quartal 2019 hervor. Lediglich jedes zehnte befragte Unternehmen plant eine Senkung der Kosten im kommenden Quartal. Dagegen beabsichtigt die überwiegende Mehrheit von 86 % der befragten Führungskräfte im Maschinen- und Anlagenbau, die Investitionstätigkeit in ihren Unternehmen auf einem konstanten Niveau zu halten beziehungsweise auszubauen.

Im Schnitt planen die Maschinenbauer, im laufenden Jahr 6,2 % ihres Umsatzes zu investieren – etwa so viel wie im Vorjahr (5,9 %). Vor allem die Weiterbildung der Mitarbeiter, neue Techniken sowie Forschung und Entwicklung stehen auf dem Plan.

Im Bereich Technikinvestitionen legen die Maschinenbauer den Schwerpunkt auf die Themen Robotics, 3-D-Druck sowie Datenanalyse. Gleichzeitig drohen wichtige Zukunftstechniken aus dem Blickfeld zu geraten: Lediglich 7 % der Befragten wollen ihre Fähigkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz ausbauen, 6 % planen Investitionen in Digitale Zwillinge und nur 2 % sehen Potenzial im Bereich Blockchain.

Verschnaufpause strategisch nutzen

„Investitionen in der aktuellen Situation aufzuschieben, wäre das falsche Signal“, erklärt Dr. Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation und Experte für den Maschinenbau bei PwC. „Vielmehr sollten die Unternehmen die sich abzeichnende Verschnaufpause aktiv nutzen, um strategisch wichtige Zukunftsinvestitionen anzugehen. Gerade das Thema Künstliche Intelligenz sollte eine technologiegetriebene Branche wie der Maschinenbau nicht unterschätzen.“

Beim Thema Auslandsinvestitionen scheint die Richtung bereits festzustehen: Nach 44 % im Vorjahr, planen in diesem Jahr lediglich 28 % einen Gang ins Ausland.

Insgesamt blicken die deutschen Maschinenbauer laut Studie mit zunehmender Sorge auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit. Über ein Drittel (36 %) der Entscheider äußert sich mittlerweile pessimistisch mit Blick auf die globale Konjunktur (Vorquartal: 30 %). Auch bezogen auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung wächst die Skepsis: Jeder vierte Maschinenbauer beurteilt die Aussichten negativ. Damit liegt der Anteil der Pessimisten mehr als doppelt so hoch wie im Vorquartal (11 %).

Wachstumsprognose auf Zwei-Jahres-Tief

Die negative Stimmung spiegelt sich auch in den Wachstumserwartungen der befragten Führungskräfte wider: Für 2019 erwarten sie nur noch ein durchschnittliches Branchenwachstum von 1,0 % (Vorquartal: 1,4 %). Dies ist der niedrigste Prognosewert seit über zwei Jahren. Für das eigene Unternehmen gehen die Maschinenbauer immerhin von 3,1 % Umsatzplus aus. Im ersten Quartal des Vorjahres lag dieser Wert allerdings noch mehr als doppelt so hoch (8,0 %).

„Die deutschen Maschinenbauer sind zwar weiterhin sehr gut ausgelastet, doch Anzeichen einer Abkühlung sind deutlich erkennbar“, analysiert Gushurst. „Die anhaltenden Unwägbarkeiten im internationalen Handel, ein schwer zu kalkulierender Brexit sowie der massive Strukturwandel in der Automobilindustrie belasten die Aussichten.“ Dies macht sich auch in der Produktion bemerkbar: Die durchschnittliche Auslastung lag im ersten Quartal bei nur noch 91,4 %, dem niedrigsten Wert seit zwei Jahren.

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