Orbitalschweißen

Kalibrierung vor Ort verlängert Betriebszeit von Schweißnetzteilen

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Die Verwendung von Ersatzgeräten ist nicht immer zulässig

Für die Zeit der Kalibrierung stellen manche Netzteilanbieter Leihgeräte zur Verfügung, wodurch der Besitzer den Schweißbetrieb während der Wartung fortsetzen kann. Allerdings ist an manchen Einsatzorten die Verwendung von Ersatzgeräten unzulässig. Außerdem fällt beim Einsatz von Leihgeräten weiterer Versand zwischen Besitzer und Servicecenter an, wodurch sich Transportkosten und Logistik verdoppeln.

Tragbare Kalibriergeräte lassen sich leicht bedienen. Die Bildschirmnavigation auf dem Netzteil fordert den Bediener zum Starten des Kalibrierungsprozesses auf. Das Kalibrierungsgerät führt dann verschiedene Diagnosetests durch und misst unterschiedliche Ausgabewerte. Bestimmte Einstellungen werden automatisch kalibriert, andere müssen vom Bediener eingestellt werden. Die Geräte sind primär zur Kalibrierung und Verifizierung von drei entscheidenden Schweißvariablen vorgesehen: Stromstärke, Spannung und Rotationsgeschwindigkeit des Schweißkopfes.

Tragbares Kalibrierungsgerät betreibt Netzteil mit vielen Stromeinstellungen

Die Stromstärke ist eine der wichtigsten Variablen, die beim Orbitalschweißen gesteuert werden müssen. Sie wirkt sich direkt auf die Durchdringungstiefe einer Schweißung aus. Bei Netzteilen, die als Maschinen mit konstanter Stromstärke ausgewiesen sind, sind gleichbleibende Stromausgangswerte erforderlich, um die gleichmäßige Schmelzung und Verbindung der geschweißten Oberflächen zu gewährleisten. Falls der Stromausgang variiert, sind Schweißgenauigkeit und -wiederholbarkeit beeinträchtigt.

Ein tragbares Kalibrierungsgerät betreibt das Netzteil mit einer Vielzahl von Stromeinstellungen, um die Ausgangswerte zu testen. Dabei wird das Netzteil automatisch so kalibriert, dass für zukünftige Schweißungen die richtige Stromstärke vorhanden ist.

Die Spannung ist eine weitere wichtige Variable, die sich auf die Schweißqualität auswirken kann. Sie hängt direkt mit der Länge des Lichtbogens zwischen der Elektrode und den geschweißten Oberflächen zusammen. Bei Netzteilen mit konstanter Stromstärke variiert die Spannung während des Schweißens, wird aber als Echtzeit-Feedback vom Netzteil überwacht und mit den erwarteten Werten im Schweißprogramm verglichen. Durch die Spannungskalibrierung wird die Überwachung der richtigen Spannung während des Schweißens sichergestellt. Beim Kalibrieren der Spannung vergleicht das Kalibriergerät die tatsächlichen Werte mit den erwarteten Werten und fordert dann den Bediener auf, einfache Anpassungen auf dem Bildschirm vorzunehmen, damit die Spannungswerte des Netzteils übereinstimmen.

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