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Drehmaschine Klassische Drehmaschine halbiert Bearbeitungszeit

| Autor: Mag. Victoria Sonnenberg

Bei der Fertigung von Walzen für Trommelmotoren, sogenannten Mänteln, überzeugt eine neue Drehmaschine sowohl in Qualität als auch in Schnelligkeit. Die Technologie hat die Bearbeitungszeit mehr als halbiert und so Kapazität für weitere Bearbeitungen geschaffen.

Eine Besonderheit der N30 von Niles-Simmons ist der Doppelkolben-Spannzylinder an der Hauptspindel zur Betätigung eines Kraftspannfutters oder eines Spanndorns.
Eine Besonderheit der N30 von Niles-Simmons ist der Doppelkolben-Spannzylinder an der Hauptspindel zur Betätigung eines Kraftspannfutters oder eines Spanndorns.
(Bild: Sonnenberg)

Manchmal kann die Lösung eines Problems doch näher liegen als gedacht – so auch bei der Rulmeca Germany GmbH, dem weltweit führenden Anbieter von Schwerlastbandrollen, Bandtrommeln und Trommelmotoren.

Ansässig in Aschersleben, Sachsen-Anhalt, produziert die Rulmeca Germany GmbH bislang schwere Standardtragrollen mit Durchmessern bis 219 mm.

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Dies wird sich dieses Jahr mit dem Bau einer neuen Produktionshalle ändern, in der Ende 2016 die Produktion von kleinen Tragrollen mit Durchmessern bis 133 mm starten soll. Wie die familiengeführte Gruppe tickt, zeigt sich bereits beim Hallenbau. „Wir, bei der Rulmeca Germany GmbH, legen viel Wert darauf, dass die Arbeit an der neuen Produktionshalle regional vergeben wird, mit dem Ziel, die Region weiterzubringen und damit die Zukunft zu sichern“, erklärt Markus Selent, Maschinenbautechniker bei Rulmeca und tätig in der Produktionsvorbereitung.

CNC-Ausbildung zum Zerspanungs- und Industriemechaniker

Alles, was vor der Produktion geschieht – von der Angebotsbearbeitung, Vorkalkulation bis hin zur Erstellung diverser Vorrichtungen –, liegt mitunter in seinem Aufgabenfeld. „Damit mit Produktionsbeginn auch wirklich alle Voraussetzungen für die Bauteilfertigung gegeben sind“, so Selent weiter. Auf 180 Mitarbeiter kommen im Schnitt zwölf bis 15 gewerbliche Lehrlinge, die am Standort Aschersleben ausgebildet werden und vom ersten bis zum letzten Lehrjahr eine CNC-Ausbildung absolvieren, um dabei alles zu lernen, was zum Zerspanungs- und Industriemechaniker gehört.

Spezialisiert zunächst auf den Schüttgutmaterial-Transport, zählt seit 2013 auch der Stückguttransport zum Aufgabenfeld des Komponentenherstellers. Die Trommelmotoren dafür kommen hauptsächlich in der Lebensmittelindustrie sowie in Flughäfen zum Einsatz. „Wir bauen keine kompletten Förderbänder, sondern liefern ausschließlich die Komponenten für Endnutzer beziehungsweise Maschinenbauunternehmen, die Förderanlagen komplett bauen“, ergänzt Selent.

Von Feinmechanik über Munitionslager bis hin zu Bandrollen

Die Geschichte von der heutigen Rulmeca Germany GmbH startete vor 160 Jahren als Gelbgießerei für Gehäuse der Feinmechanik. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Gießerei zu einem Lager für Munition umfunktioniert, später in die Förder- und Antriebstechnik Aschersleben (FAA) umbenannt und in den 90er-Jahren von der Interroll-Gruppe übernommen. Einige Jahre nach dem Millenniumswechsel wurde das Unternehmen Teil der Rulmeca-Gruppe und firmiert seitdem als Rulmeca Germany GmbH.

Im Ascherslebener Werk stehen etwa 50 CNC-Maschinen, ein Großteil davon Drehmaschinen, reine Fräsmaschinen, aber auch einige Fertigungszentren. Einen geringen Anteil im Werk machen zudem konventionelle Maschinen aus, die mittlerweile sukzessive ausgetauscht werden. „Im Schnitt haben wir zehn Maschinen von Niles-Simmons im Einsatz, schon ältere Modelle, die aber in Genauigkeiten fast noch genauso laufen wie am ersten Tag“, sagt Selent über die „Oldtimer“, die seit bereits 28 Jahren im Einsatz sind und dafür immer noch gute Dienste leisten.

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Mag. Victoria Sonnenberg

Mag. Victoria Sonnenberg

Redakteurin MM MaschinenMarkt, MM MaschinenMarkt