Erhöhter Druck! Kölner Ford-Werke werden erstmals bestreikt

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In den frühen Morgenstunden baute die Gewerkschaft IG Metall Streikposten an den Werkstoren auf, damit Streikende dort Streikgeld-Coupons abholen können.

Traurige Premiere! Nachdem Ford in Köln harte Sparmaßnahmen angekündigt hatte, durch die auch Stellen abgebaut werden sollen, ist die Belegschaft heute erstmals in der Geschichte auf die Barrkikaden gegangen, um für bessere Bedingungen zu streiken (Symbolbild).(Bild:  IG Metall)
Traurige Premiere! Nachdem Ford in Köln harte Sparmaßnahmen angekündigt hatte, durch die auch Stellen abgebaut werden sollen, ist die Belegschaft heute erstmals in der Geschichte auf die Barrkikaden gegangen, um für bessere Bedingungen zu streiken (Symbolbild).
(Bild: IG Metall)

Was sich schon seit einiger Zeit zusammenbraut, ist jetzt offensichtlich abgemischt. Denn nach fast 100 Jahren ihrer Existenz erleben die Ford-Werke in Köln den ersten Streik. Die Arbeit ruht hier komplett, kommentiert David Lüdtke, der IG-Metall-Sprecher bei Ford Köln. Die Arbeitsniederlegung betreffe den ganzen Standort, also Produktion, Entwicklung und auch Verwaltung et cetera. „Wir lassen niemanden rein“, wie Lüdtke anmerkt. Trotz allem gibt es Ausnahmen. Denn an einem Notdiensttor haben bestimmte Mitarbeiter weiterhin Zutritt. Und wer unbedingt Streikbrecher sein wolle, käme zwar auch rein, doch mit jenen soll zuvor ein ernstes Wort geredet werden. Der Ausstand bei den Kölner Ford-Werken soll am Donnerstagmorgen mit dem Ende der letzten Nachtschichten vorbei sein.

Mit der in der Unternehmensgeschicht ersten Arbeitsniederlegung bei Ford in Köln möchte die IG Metall den Druck auf das Unternehmen erhöhen und eine Korrektur des geplanten Sparkurses erwirken. Bekanntlich sollen von den rund 11.500 Beschäftigten bis Ende 2027 etwa 2.900 Jobs vom Stellenabbau betroffen sein. Die Gewerkschaft fordert deshalb auch hohe Abfindungen für Mitarbeiter, die Ford freiwillig verlassen, oder in einem Geschäftsbereich arbeiten, der an einen externen Dienstleister ausgelagert wird. Wer bleibt, soll von einem finanziellen Schutzschirm profitieren. Viele Ford-Beschäftigte seien frustriert, weshalb die Bereitschaft zum Streiken groß sei.

(ID:50418895)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung