Welthandel in der Sackgasse

Kostenanstieg! Das globale Handelsgeschehen erlahmt zusehends

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Die Transport- und Logistikbranche schwächelt

Die Daten von Tradeshift deuten auch darauf hin, dass die rückläufige Nachfrage zu einer Abschwung in der gesamten Transport- und Logistikbranche führt. Die Transaktionsvolumina fielen nämlich zum ersten Mal seit einem Jahr unter die erwartete Spanne, nachdem die Aktivität im Vergleich zum Vorquartal um 5 Prozentpunkte gesunken war. Auch die Aktivitäten im verarbeitenden Gewerbe und im Einzelhandel blieben schleppten sich dahin. Nur die Ausgaben im Technologiebereich erholten sich im zweiten Quartal deutlich. Die Aktivität dort bewegte sich innerhalb der prognostizierten Spanne.

Es wäre nach Ansicht von Tradeshift eine ganz natürliche Reaktion, wenn die Unternehmer die Korken knallen lassen und warten, bis der aktuelle Sturm vorüber ist. Aber viele der Probleme, mit denen die Lieferketten heute konfrontiert seien, würden auch in einem Jahr noch da sein. Wie lange kann ein Unternehmen den Atem also anhalten, bevor ihm die Luft ausgeht, müsse man sich deshalb fragen. Die meisten Führungskräfte, mit denen die Experten von Tradeshift sprechen, haben aber den Horizont im Blick. Deshalb treiben sie die dringend notwendigen Investitionen in Technologien voran, um flexibler, widerstandsfähiger und nachhaltiger zu werden.

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Die Lieferketten der Welt sind sich derzeit recht ähnlich

Die Analyse von Tradeshift zeige ein bemerkenswert ähnliches Muster in den regionalen Lieferketten auf der ganzen Welt. Und so setzt es sich zusammen:

  • Die gesamte Handelsaktivität im Vereinigten Königreich und im Euro-Raum ging um 5 Punkte zurück, wobei die Auftragseingänge und Lieferantenrechnungen unter dem erwarteten Bereich lagen;
  • Die US-Lieferketten schnitten etwas besser ab als der weltweite Durchschnitt. Das Transaktionsvolumen lag im zweiten Quartal um 4 Punkte unter der erwarteten Spanne, aber das Volumen der Neuaufträge ist nach wie vor gering;
  • Der chinesische Handel hatte ein weiteres schwieriges Quartal, weil neue Lockdowns in wichtigen Städten zu einem weiteren Rückgang des Transaktionsvolumens um 7 Punkte führten (verglichen mit der erwarteten Spanne).

Hier der komplette Tradeshift-Index zum zweiten Quartal 2022 als Download.

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