Suchen

Geschäftszahlen Kuka verzeichnet 20 % mehr Aufträge

Redakteur: Melanie Krauß

Der Auftragseingang bei Kuka stieg im dritten Quartal deutlich. Trotz Corona konnte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar noch zulegen.

Firma zum Thema

Der Auftragseingang bei Kuka hat sich im dritten Quartal wieder erholt.
Der Auftragseingang bei Kuka hat sich im dritten Quartal wieder erholt.
(Bild: Kuka AG)

Nach dem Einbruch der Wirtschaft durch die Coronaviruspandemie im ersten Halbjahr gab es im dritten Quartal 2020 erste Erholungstendenzen bei Kuka. So stiegen die Auftragseingänge zwischen Juli und September deutlich und lagen mit 752,4 Mio. Euro um 20,4 % über dem dritten Quartal 2019 (624,8 Mio. Euro) und 36,4 % über dem Vorquartal (Q2/20: 551,7 Mio. Euro). Die Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz betrug 1,09 (Q3 /19: 0,75) und zeigt die Erholung im abgelaufenen Quartal.

Gegenüber den Verlusten im 1. Halbjahr verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) signifikant auf 7,6 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank das Ebit (Q3/19: 35,6 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse sanken um 16,9 % auf 692,0 Mio. Euro. Grund für den Rückgang von Ebit und Umsatz war der deutlich schwächere Auftragseingang im ersten Halbjahr durch die Coronapandemie.

Hier steuerte Kuka frühzeitig mit disziplinierten Effizienzmaßnahmen gegen und konnte trotz eines deutlich geringeren Umsatzes im dritten Quartal schwarze Zahlen und einen positiven Quartals-Free-Cashflow von 58,8 Mio. Euro erreichen (Q3/19: -13,9 Mio. Euro). „Wir haben frühzeitig die richtigen Maßnahmen eingeleitet und an unseren Kosten gearbeitet, das zeigt nun Wirkung. So konnten wir die massiven Auswirkungen der Coronaviruspandemie etwas abfedern“, sagte Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr zurück

Dennoch bleibt die Situation angespannt. Die Verschärfung der Corona-Lage könnte zu erneuten Beschränkungen im Geschäftsbetrieb und Zurückhaltung der Kunden führen. Insgesamt betrugen die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 1860,8 Mio. Euro, was einem Rückgang von 21,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Ebit des Konzerns reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreswert (9M/19: 81,4 Mio. Euro) auf –70,5 Mio. Euro. Die Ebit-Marge sank auf –3,8 % in den ersten neun Monaten 2020.

„Vor uns liegen herausfordernde Monate mit großen Unsicherheiten, wie sich die Pandemie und die allgemeine wirtschaftliche Lage weiter entwickeln werden“, so Mohnen. „Wir untersuchen weiterhin genau, wo wir uns noch besser aufstellen können. Wir müssen hart daran arbeiten, um uns auf die Veränderungen durch Corona einzustellen und unsere Kunden als starker Partner zu unterstützen. Denn Robotik und Automation bieten großes Potential und gewinnen gerade jetzt an Bedeutung.“