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27.10.2026
StaplerCup 2026: Neue Weltmeister nach drei Tagen Hochspannung in Aschaffenburg
Vom 22. bis 24. Oktober 2026 blickten Staplerprofis und Sportfans aus aller Welt nach Aschaffenburg: In der LINDE MH ARENA trafen sich die besten Staplerfahrerinnen und Staplerfahrer zum 21. Mal zu den StaplerCup Finals. Über 110 Forkliftheroes aus 11 Ländern kämpften bei der Forklift World Championship um die Titel, über 75.000 Fans verfolgten die drei Wettkampftage vor Ort und im Livestream. In zwei packenden Finalläufen holten sich Maren Schlabitz aus Kiel und Jörg Klößinger aus Oberdachstetten die Weltmeistertitel im Einzel. Die Team-Wertung entschied die Nationalmannschaft aus Belgien für sich, den Corporate Cup gewann die HELU GmbH aus Hemmingen (Baden-Württemberg). Erstmals liefen die Finals zusätzlich für ein wachsendes internationales Publikum in einem komplett englischsprachigen Livestream.
Präzision im Millimeterbereich, absolute Nervenstärke und das richtige Tempo: Das waren die entscheidenden Faktoren, um die 21. StaplerCup Finals für sich zu entscheiden. Die Parcours-Designer hatten die sportlichen Herausforderungen für 2026 in weiten Teilen neu konzipiert. Die Fahrerinnen und Fahrer mussten unter anderem rollende und hängende Elemente wie die “Wrecking Balls” oder den “Cable Drum Slider” sowie neue Varianten der überdimensionalen Stahlwippen, der KAUP Hero Ramps, meistern.
Schon im Corporate Cup am Donnerstag zeigte sich, wie viel Neues die Parcours-Designer vorbereitet hatten: Bei „Wrecking Balls“ verlangten Kettlebells und eine Seilrutsche höchste Präzision, bei „Standing Discs“ reichten die Teams drei unterschiedlich große Scheiben von Stapler zu Stapler weiter, brachten sie über die KAUP Hero Ramp und fädelten sie in bis zu vier Metern Höhe auf horizontalen Stangen auf. Im Halbfinale und im Finale mussten Getränkekisten über die KAUP Hero Ramp transportiert und auf einem Traversenturm aufgestapelt werden. Am Freitag nahmen die Nationalteams beim „Duck Lift“ kleine Schnabelstapler-Enten an Haken auf und setzten sie auf einer Zielplatte ab, beim „Ball Drop“ reichten sie Fußbälle bis zum Schubmaststapler weiter und warfen sie in eine rund fünf Meter hohe Säule.
In den Einzelwettbewerben der Damen und Herren war in Runde 1 beim „Mini Puzzle“ Fingerspitzengefühl gefragt: Puzzleteile mussten durch die passenden Aussparungen einer Schablone gesteckt werden. Im Parcours „76“ standen ebenso viele Golfbälle auf Tees in einer Wanne, und wer auf der Slalomfahrt Bälle verlor, kassierte Strafsekunden, darunter auch einige Top-Favoriten. Am Samstag galt es bei den „Automated Deadlifts“, eine Hantel zusammenzubauen und sicher abzulegen. Das Halbfinale und Finale entschied schließlich der „Cable Drum Slider“: Die Fahrerinnen und Fahrer nahmen “Kabeltrommeln” von einer senkrecht hängenden Traversenstange aus der Luft auf, schickten sie über eine Rutsche und manövrierten sie über die KAUP Hero Ramp.
Selten waren die StaplerCup Finals so offen wie in diesem Jahr: Keiner der vier Vorjahressieger konnte seinen Titel verteidigen. Benjamin Danker verpasste das Finale um wenige Meter, Swetlana Lattermann scheiterte im Halbfinale, Team Deutschland stolperte schon in Runde 3 über die Hantelstange, und ZF Friedrichshafen schied im Corporate Cup bereits nach der ersten Runde aus.
Dafür schrieben andere ihre ganz eigenen Geschichten: Routinier Jörg Klößinger krönte seine zwölfte Teilnahme mit dem Weltmeistertitel, Maren Schlabitz gewann gleich bei ihrem ersten StaplerCup in Aschaffenburg ein enges Finalduell, und Belgien holte sich nach 2024 zum zweiten Mal den Teamtitel.
In den Finalläufen entschieden Kleinigkeiten über Jubel und Enttäuschung: ein Fahrfehler, ein Patzer auf der KAUP Hero Ramp, ein Kistenstapel, der nicht sicher stand. Drei Tage, über 110 Fahrerinnen und Fahrer aus elf Ländern und mehr als 75.000 Fans vor Ort und im Livestream haben gezeigt: Staplersport ist längst auf der ganz großen, internationalen Bühne angekommen.