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3D-Kunststoffdruck Makerbot öffnet sich für andere

| Redakteur: Simone Käfer

Mit der Düse „Labs Experimental Extruder” öffnet Makerbot einen seiner 3D-Desktopdrucker für technische Filamenten von Drittanbietern.

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Mit dem Labs-Extruder öffnet Makerbot seinen Method für Filamente von Drittanbietern.
Mit dem Labs-Extruder öffnet Makerbot seinen Method für Filamente von Drittanbietern.
(Bild: Makerbot)

Der Hersteller von 3D-Desktopdruckern Makerbot hat heute die Einführung seiner Düse „Labs Experimental Extruder” für den 3D-Drucker Method bekannt gegeben. Der neue Extruder macht die Method zu einer für Filamente anderer Anbieter offenen Maschine, so Makerbot. Filament-Hersteller, die sich im „Method Materials development Program” qualifiziert haben, sind BASF 3D Printing Solutions, Lehvoss, Jabil, Polymaker, Kimya und Mitsubishi Chemical.

Der Method wurde mit dem Wissen des Mutterhauses Stratasys für industrielle Anforderungen gebaut. Beispielsweise wird nicht nur seien Bauplatte beheizt sondern die gesamte Baukammer. Die löslichen SR-30-Träger von Stratasys und wasserlösliches PVA sollen es dem Anwendern ermöglichen, komplexe Geometrien mit technischen Materialien zu drucken, die auf einem 3D-Desktopdrucker nur schwer herzustellen sind.

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Mit einem modifizierten Hot-End bietet der Makerbot-Labs-Extruder dem Benutzer erweiterte Anpassungsoptionen für neue Materialien, einschließlich austauschbarer Düsenbaugruppen und erweiterter Druckeinstellungen in der Druckvorbereitungssoftware Makerbot Print. Der Extruder erreicht Temperaturen bis 300 °C und verfügt über Sensoren, die Temperatur, Materialien und Extruderstaus erkennen. Er kann als Zubehör für den Method zugekauft werden.

Zu den von Makerbot empfohlenen Materialien für den Method mit dem Labs-Extruder gehören:

  • Das Polycarbonat (PC) PolyMax PC von Polymaker hat eine ausgezeichnete Zähigkeit, Festigkeit und Hitzebeständigkeit, so Makerbot. Es arbeitet gut mit den löslichen SR-30-Unterstützungen von Method zusammen. Dieses Filament eigne sich besonders für Anwendungen in der Automobil-, Eisenbahn- und Luftfahrtindustrie.
  • Jabil Engineered Materials PETg ESD ist ein einfach zu verarbeitendes, elektrostatisch ableitendes (ESD) Filament zum Drucken von Teilen, die empfindliche Elektronik treffen und durch elektrostatische Entladung beschädigt werden könnten.
  • Ein flexibles Material mit einem Durometer von 95A, das sich biegen und strecken lässt, ist TPE SEBS 1300 95A von Jabil. Im Gegensatz zu anderen Elastomeren ist SEBS 95A unempfindlich gegen Feuchtigkeit und muss nicht getrocknet werden.
  • Kimya liefert zwei Kohlenstofffaserverstärkte Filamente: ABS-Karbon und PETG-Karbon. ABS-Karbon ist ein Verbundmaterial mit 30 % geschnittenen Kohlenstofffasern für eine verbesserte Steifigkeit und Druckfestigkeit sowie ein geringeres Gewicht als normales ABS. Das mit Kohlenstofffasern verstärkte PETG soll eine ausgezeichnete Steifigkeit und erhöhte Zugfestigkeit gegenüber normalem PETG aufweisen.
  • Durabio von Mitsubishi Chemical ist ein technisches, biobasiertes, BPA-freies Harz. Es kombiniert die Transparenz von PMMA mit einer höheren Chemikalien- und Kratzfestigkeit im Vergleich zu Polycarbonat (PC). Die Kernanwendungen des Materials liegen in den Bereichen Automobil, Gehäuse, Innen- und Außenausstattung.

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