VDMA Maschinenexporte steigen weltweit

Redakteur: Katharina Juschkat

Mehr Aufträge und höheres Exportvolumen: Auch der Maschinenbau profitiert vom aktuellen konjunkturellen Aufschwung.

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Die Exporte im März stiegen um 13 Prozent.
Die Exporte im März stiegen um 13 Prozent.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die globale Konjunktur erholt sich, das macht sich auch im Maschinen- und Anlagenbau bemerkbar: Im März stiegen die Maschinenexporte um 13 Prozent im Vorjahresvergleich. Das Exportvolumen im gesamten ersten Quartal ging damit nur um 0,8 Prozent auf 42,4 Milliarden Euro zurück.

Wir gehen davon aus, dass wir auch in den kommenden Monaten zweistellige Wachstumsraten beim Export verzeichnen werden.

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers

Zwar ist der starke Zuwachs im März auch auf den schwachen März 2020 zurückzuführen, schreibt der VMDA. „Doch der beschleunigte Auftragseingang speziell aus dem Ausland macht sich deutlich in unseren Exportzahlen bemerkbar“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

China auf Platz 1 der Absatzmärkte

Die Ausfuhren nach China konnten im ersten Quartal um über 20 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zulegen.Damit rückt China nach über 6 Jahren wieder auf Platz eins der wichtigsten Absatzmärkte für die Hersteller von Maschinen und Anlagen aus Deutschland. Der VDMA spricht von einer absehbaren Entwicklung: Bereits im vergangenen Jahr spürten viele Unternehmen eine hohe Investitionsdynamik in China.

In die Vereinigten Staaten lieferten die Unternehmen Maschinen im Wert von 4,7 Milliarden Euro. Das sind knapp 7 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Dennoch berichtet der VDMA von positiven Signalen: „Die diversen Konjunkturprogramme der Biden-Regierung zeigen Wirkung“, so Wiechers. „Ob China seinen Vorsprung als nun größter Auslandsmarkt gegenüber den USA im Jahresverlauf halten kann, bleibt abzuwarten.“

Frankreich und Italien noch nicht auf Vorkrisenniveau

In die EU-Staaten wurden im ersten Quartal Maschinen in der Höhe von 18,5 Milliarden Euro verkauft. Das lag 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nach Frankreich, der Nummer Drei im Exportranking, lieferten die Unternehmen Maschinen im Wert von 3 Milliarden Euro – fast 5 Prozent mehr. Im Exportgeschäft mit Italien verbuchten die Exporteure ein Plus von fast 10 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Damit verzeichnete Italien den zweithöchsten Zuwachs hinter China. Dennoch sind die Exporte in die beiden Länder noch nicht auf Vorkrisenniveau.

Die Maschinenexporte in die Niederlande und nach Österreich waren im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Nach Polen ging der Export um knapp 11 Prozent zurück.

Türkei mit starken Zuwachs

Die Maschinenexporte in die Türkei sind bereits im Corona-Krisenjahr entgegen dem allgemeinen Trend gestiegen. Mit einem Wachstum von 17,7 Prozent auf knapp unter 1 Milliarde Euro im ersten Quartal knüpften die Maschinenexporte aus Deutschland an die positive Entwicklung aus dem Vorjahr an.

Das Minus beim Maschinenexport in das Vereinigte Königreich (1,8 Milliarden Euro) und Russland (1,3 Milliarden Euro) betrug im ersten Quartal dagegen jeweils 2,7 Prozent.

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