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Beschaffung

Materialgruppen-Strategien IT-unterstützt planen und umsetzen

19.02.2009 | Autor / Redakteur: Michael Kern / Bernd Maienschein

Beim Hamburger Flurförderzeug-Anbieter Jungheinrich wurden im letzten Jahr beinahe 65% der Leistungen von externen Partnern in Form von Produktionsmaterialien, Handelswaren, Services und Investitionsgütern erbracht.
Beim Hamburger Flurförderzeug-Anbieter Jungheinrich wurden im letzten Jahr beinahe 65% der Leistungen von externen Partnern in Form von Produktionsmaterialien, Handelswaren, Services und Investitionsgütern erbracht.

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Zur Optimierung strategischer Beschaffungsprozesse auf Materialgruppen-Ebene ist das neue Modul „Materialgruppen-Management“ für ein webbasiertes Lieferantenportal mit SAP-Integration verfügbar. Im Zuge der ersten ausgelieferten Software-Version wurde das Tool für die Anforderungen des Flurförderzeug-Anbieters Jungheinrich ausgelegt.

Nach Überzeugung von Dr. Thomas Mielke, Leiter des Zentraleinkaufs der Hamburger Jungheinrich AG, erhöhen messbar gemachte Einkaufserfolge den internen Stellenwert und die Akzeptanz des Einkaufs im Unternehmen. Als einer der weltweit führenden Produzenten im Bereich der Lagertechnik hat das Unternehmen seine Einkaufsorganisation vor einigen Jahren strategisch neu aufgestellt und herkömmliche Einheitsstrategien quer über alle Materialien hinweg durch eine umfassende Betrachtung der Einkaufsprozesse ersetzt.

Von der Beschaffungs-Gesamtstrategie bis hin zur Bestellung beim Lieferanten müssen alle Abläufe nahtlos ineinandergreifen: Jungheinrich stellt dies durch ein ganzheitliches, IT-gestütztes Materialgruppen-Management sicher. Einen Partner für die Realisierung der elektronischen Abbildung sämtlicher Prozesse fand man im Supplier-Relationship-Management-(SRM-)Spezialisten Pool4tool.

Aufgrund geringer Fertigungstiefen und der strikten Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen hat sich der Stellenwert des Einkaufs in vielen Unternehmen gewandelt. Die Einkaufsabteilung ist zu einem wichtigen Leistungsträger im Unternehmen geworden und verstärkt ins Blickfeld des Managements gerückt. Die Lieferanten des Flurförderzeug-Anbieters sind wichtige Innovationspartner, sichern die gleichmäßig hohe Qualität der Jungheinrich-Produkte und sind nicht zuletzt maßgeblich an der Erhaltung wettbewerbsfähiger Preise am Markt beteiligt.

Jungheinrich kauft immer mehr Teile, Komponenten und Services zu

Immerhin hat der Anteil an jenen Teilen, Komponenten und Services, die Jungheinrich zukauft, in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Ein Blick auf die Kennzahlen des Unternehmens bestätigt diese Aussage: Mit dem starken Unternehmenswachstum ging ein deutlicher Anstieg der Produktionsmenge und damit auch des Einkaufsvolumens einher, das sich im Vorjahr auf stolze 1,3 Mrd. Euro belief. Bei Umsatzerlösen in Höhe von rund 2 Mrd. Euro wurden somit bereits fast 65% der Leistungen von externen Partnern in Form von Produktionsmaterialien, Handelswaren, Services und Investitionsgütern erbracht.

Doch während die Anforderungen an den Einkauf von Jungheinrich kontinuierlich gestiegen waren, hinkten die organisatorischen Strukturen zunächst hinterher. Daher wurde vor nunmehr zehn Jahren am Stammsitz in Hamburg ein Zentraleinkauf eingerichtet, der die Koordination aller Einkaufsprozesse über alle Organisationseinheiten hinweg übernimmt, darüber hinaus federführend in der Etablierung konzernweit gültiger Standards ist und 60% des Einkaufsvolumens operativ verantwortet.

 

Einkauf mit System

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