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Nachbearbeitung Mehr Sicherheit im Postprocessing

| Redakteur: Simone Käfer

Die Eneska Postpro von Joke Technology ist ein dichter, komplett eingehauster Arbeitsraum für das Postprocessing in der Additiven Fertigung.

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Joke stellte seine Eneska Postpro auf der Formnext 2019 vor. Der dichte und komplett eingehauster Arbeitsraum soll das Postprocessing in der Additiven Fertigung sicherer machen.
Joke stellte seine Eneska Postpro auf der Formnext 2019 vor. Der dichte und komplett eingehauster Arbeitsraum soll das Postprocessing in der Additiven Fertigung sicherer machen.
(Bild: © Simone Käfer)

Zum Entfernen von Restpulver, der Bauplatte und Supports, um Oberflächen zu glätten oder für das Finish hat Joke Technology die Eneska Postpro entwickelt. In ihrem knapp 1 m2 großen Innenraum haben auch große Bauplatten genug Platz. Über integrierte Steuergeräte werden verschiedene elektrische und hydraulische Werkzeuge für das Entgraten, Fräsen, Schleifen oder Polieren angetrieben. Aktuell können drei unterschiedliche Mikromotoren gleichzeitig angeschlossen werden. Die Anschlüsse sind kompatibel mit den Handstücken der Eneska-Serie, auch verschiedenes Zubehör kann verwendet werden wie ein Drehteller oder eine Magnetspannkugel.

Arbeitsschutz in der Additiven Fertigung verbessern

Entpulverung, Supportentfernung und Oberflächenbearbeitung setzen Pulverreste und Stäube frei, die lungengängig, hautreizend und teilweise sogar stark explosiv sein können. Der Sicherheitsstandard beim manuellen Nachbearbeiten ist in vielen Unternehmen nicht ausreichend. Schutzanzüge werden häufig nur bei einzelnen Arbeitsschritten getragen und helfen nicht gegen die Verpuffungsgefahr. Diese Gefahren will Joke mit der der komplett eingehausten Eneska Postpro abwenden, denn in ihr können alle Arbeitsschritte ohne jeglichen Kontakt zu den Materialien oder Feinstäuben getätigt werden.

Neben der Einhausung verfügt die Eneska Postpro über entsprechende und sichere Absaug- und Filtereinrichtungen. Aus ihrem Arbeitsbereich können keine Stäube austreten. Bevor die Anlage sich öffnen lässt, gibt es eine etwa zehnsekündige Nachsaugphase. Erst dann entriegelt sich die Glaskuppel und das fertige Werkstück kann entnommen werden. Das System erfüllt wichtige Regeln der IG Metall zur Staubbekämpfung, wie die, Staub unmittelbar an der Austrittsstelle abzusaugen.

Sicherheit in der Additiven Fertigung verbessern

Vor allem bei reaktiven Stoffen wie Titan oder Aluminium können Explosionen und Brände schon durch Reibung einzelner Partikel entstehen. Um einen Funkenschlag zu verhindern, ist die Eneska Postpro komplett geerdet. Optional gibt es für besonders reaktive Stoffe einen integrierten Nassabscheider. Die Absaugung erreicht eine Leistung von 410 m³/h und durch einen Seitenkanalverdichter wird ihre Saugkraft nochmals erhöht. Zusätzlich unterstützen eine Druckluftpistole und ein Absaugarm die Reinigung in versteckteren Ecken. So können die feinen Stäube aus Spalten eines Werkstücks ohne Explosionsgefahr entfernt werden.

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