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Komplettbearbeitung Mit der Komplettbearbeitung zum neuen Benchmark

Autor / Redakteur: Victoria Sonnenberg / Mag. Victoria Sonnenberg

Film ab!, hieß es, als man bei der Suche nach einer Maschine für die Herstellung eines Regie-Objektivs fündig wurde. Mit der Investition generierte ein Anbieter von Komplettlösungen nicht nur einen Neukunden, sondern schlug zeitgleich einen neuen Weg in die Zukunft ein.

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Die erste Integrex i-200ST von Mazak, mit der toolcraft einen neuen Kunden aus dem Bereich des hochgenauen Dreh-Frässpektrums generieren konnte.
Die erste Integrex i-200ST von Mazak, mit der toolcraft einen neuen Kunden aus dem Bereich des hochgenauen Dreh-Frässpektrums generieren konnte.
(Bild: Sonnenberg)

Die Unternehmensgeschichte von Systemlieferant toolcraft liest sich auf den ersten Blick wie viele andere auch: Mit einem Start als One-Man-Show, gründete der Unternehmer Bernd Krebs vor 27 Jahren in einem Hinterhof toolcraft.

Alles schön und gut, werden Sie jetzt denken, aber doch nicht ungewöhnlich. Die rasante Entwicklung allerdings und die Richtung, die das mittelständische Familienunternehmen einschlug, ist daher umso bemerkenswerter, selbst für den Gründer. „Als ich mich selbstständig machte, hatte ich zwei große Ziele – ich wollte mein eigener Herr sein und die Möglichkeit haben, mich persönlich und fachlich frei entfalten zu können. Dass hinter toolcraft irgendwann einmal ein so großes Team stehen würde, daran habe ich im Traum nicht gedacht“, so Bernd Krebs, dessen Worte anlässlich des 25-jährigen Jubiläums immer noch sympathisch überrascht klingen.

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Individuelle Kunden mit höchsten Ansprüchen an Bauteile

Betrachtet man den hohen technischen Anspruch der renommierten Kunden, den man aber auch von der ersten Stunde an sich selbst stellte, so wirkt der Erfolg kaum als Überraschung, sondern stellt nur mehr die logische Konsequenz dar. „Unsere technologisch sehr anspruchsvollen Kunden, aber auch unser technisches Equipment macht unsere Firma aus. Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass wir hier nicht Masse, sondern Klasse machen“, sagt Karlheinz Nüßlein, Geschäftsführer toolcraft. Das in Georgensgmünd ansässige Unternehmen zählt nicht nur rund 310 Mitarbeiter, sondern eben auch erlesene Kunden aus dem Motorsport, der Medizintechnik oder der Luftfahrt zu seinen Auftraggebern, Kunden eben mit höchsten Ansprüchen an Bauteile.

Gestartet mit dem Fokus auf die Zerspanung zählt toolcraft mittlerweile vier Schwerpunktbereiche zu seinen Kernkompetenzen, darunter den Formen- und Werkzeugbau, den Bereich Metall-Laserschmelzen sowie den Kunststoffbereich Spritzgusstechnik. „Von den Maschinen und Anlagen sind wir so aufgestellt, dass wir immer das Anspruchsvollste, das es am Markt gibt, hier im Haus haben wollen“, beschreibt Nüßlein den firmeneigenen Anspruch. Das Gleiche gilt für den Mitarbeiter, dem die zentrale Aufgabe zufällt, die modernen und komplexen Maschinen zu bedienen. Aus diesem Grund beschäftigt toolcraft fast ausschließlich Fachkräfte, die den Standard konsequent hoch halten und den Anspruch an gemeinsame Herausforderungen und Eigeninitiative teilen. Das passt gut zusammen, denn anspruchsvolle Aufgaben erfordern anspruchsvolle Mitarbeiter, weshalb viel Wert auf die Ausbildung im eigenen Haus gelegt wird.

Geringe Mitarbeiter-Fluktuation dank individueller Kunden und Bauteile

Bei einer beachtlichen Ausbildungsquote von über 10 % liegt der Fokus ganz offensichtlich auf dem kontinuierlichen Weiterentwickeln des Mitarbeiter- Know-hows. Während der Ausbildung wächst der Lehrling beständig in die Technologie hinein. Dass dabei die Fluktuation sehr gering ausfällt, geht aus den außerordentlich interessanten Perspektiven hervor, die individuelle Kunden und ihre noch spezielleren Bauteile bieten. Diese Neugier und die Lust an der Herausforderung der Mitarbeiter machen toolcraft zu dem, was es ist: ein Unternehmen, ohne das der Geschäftsführer seine Grundüberzeugung nicht umsetzen könnte – die ungehinderte Entfaltung des fachlichen Könnens.

„Es gibt viele Unternehmen, die sich an bestimmte Materialien nicht herantrauen, wie beispielsweise hoch legierte Werkstoffe. Und genau dort setzen unsere hoch motivierten Mitarbeiter an, die Strategien für verschiedene Lösungswege entwickeln“, erklärt Björn Köbler, technischer Assistent der Geschäftsleitung. Diesen Vorteil, Sachen anzugehen, die andere sich nicht zutrauen, den konnte sich toolcraft durch das Wissen seiner Mitarbeiter erarbeiten. Mit dieser Kompetenz wurden nicht wenige Neukunden generiert. Sei es, dass man toolcraft im Halbleiterbereich mit der Herstellung von Equipments für i-Phones und i-Pads betraut oder aber auch mit der zerspanenden Bearbeitung von Sonden aus monokristallinem Werkstoff. „Der Anspruch an die Bauteile ist enorm hoch. Normalteile sind nicht unser Ziel, es geht uns darum, schwerpunktmäßig da etwas zu bewegen, wo die Luft sehr dünn ist“, so Nüßlein weiter. „Wir sind in unserer Kernkompetenz Drehen und Fräsen genauso stark, wie unsere Wettbewerber, aber in Hinblick auf die Fertigungstechnologien und die -tiefe, kann meiner Meinung nach keiner in Deutschland die gesamte Prozesskette so abbilden wie wir“, ergänzt Köbler.

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