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3D-Metalldruck MT Aerospace geht Kooperation mit Beam ein

| Redakteur: Simone Käfer

Um ein Geschäftsmodell in der Additiven Fertigung aufzubauen, hat sich MT Aerospace eine DED-Maschine von Beam ausgesucht.

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MT Aerospace steigt mit einer Maschine von Beam in die metallische Additive Fertigung mit einem Sprühverfahren ein.
MT Aerospace steigt mit einer Maschine von Beam in die metallische Additive Fertigung mit einem Sprühverfahren ein.
(Bild: Beam )

MT Aerospace hat sich für einen strategischen Einstieg in die Additive Fertigung (AM, additive manufacturing) mit dem DED-Verfahren (Directed Energy Deposition) entschieden. Als Einstieg in die Pulverdüsen-Technik DED hat MT Aerospace sich für eine Modulo 400 des aus dem französischen Straßburg stammenden Unternehmens Beam entschieden. Strategisches Ziel von MT Aerospace ist der Aufbau eines europäischen Kompetenzzentrums für additiv gefertigte Großstrukturen, melden die Unternehmen. Dazu soll sowohl die Technik mit verschiedenen Werkstoffen als auch die gesamte Prozesskette von Datenaufbereitung über die Nacharbeit bis hin zur Zulassung von Bauteilen für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrt qualifiziert werden. Außerdem sei geplant mit Unterstützung von Beam als Service Provider aufzutreten.

Vorteile von DED

Besonders angesprochen hat das Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt die Möglichkeit, bei Bedarf mit geregelter Atmosphäre reaktive Materialien, wie Titan aufbauen zu können. Dafür besitzt die Maschine eine innere Schutzgaskammer. Zudem ermöglicht diese Maschine eine der besten Schweißqualitäten und Oberflächen Beschaffenheiten im DED-Markt – laut Angabe des Herstellers. Außerdem kann man mit der Modulo 400 erste Materialien und mittelgroße Teile hervorragend qualifizieren, erklären die beiden Unternehmen die Entscheidung.

Das DED-Verfahren basiert auf der erprobten Laserauftragschweiß-Technik mit Pulver. Die simultane 5-Achs-Maschinen von Beam arbeiten mit der Sinumerik-Steuerung von Siemens und ermöglichen es, komplexe Geometrien zu drucken – ohne Stützstrukturen. Zudem können Metalle im Sandwich-Verfahren verarbeitet werden. Das heißt, dass man ein hartes, verschleißfestes Material auf zähes, weiches aufbringt. Auch gradierte Materialien ohne harte Übergänge sind möglich. Außerdem will die DED-Technik mit den Möglichkeiten per Near Net Shape Teile komplett zu bauen, Teilaufbauten auf Halblinge zu schweißen, sowie Reparatur und Beschichtung in Feinguss-Qualität herzustellen, überzeugen.

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