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2D-Migrationshilfe wird an Bedeutung gewinnen
Kunden, die auf ein anderes CAD-System umsteigen, wollen normalerweise nicht nur ihre Modelldaten, sondern auch die dazu gehörigen Zeichnungen in der neuen Umgebung wieder finden. Um dieser Anforderung Rechnung zu tragen, hatte PTC schon zu Wildfire-Zeiten einen Legacy Data Migrator entwickelt, der es erlaubt, 2D-Zeichnungen in Standardformaten wie Exapt oder DWG einzulesen und über Windchill wieder mit den importierten 3D-Modellen zu verknüpfen. Dabei lassen sich die einzelnen Ansichten halbautomatisch den entsprechenden Seiten des Modells zuordnen und Beziehungen zwischen den Maßen in der Zeichnung und den Dimensionen des 3D-Modells herstellen. Die 2D-Migrationshilfe fristete bislang ein Schattendasein, was sich aber nach Einschätzung von Campbell ändern könnte, wenn sich mehr Kunden für die Konsolidierung ihrer CAD-Installation entscheiden.
PTC hat Creo 3.0 mit einigen Monaten Verspätung gegenüber der ursprünglichen Planung am Markt eingeführt – eine bewusste Entscheidung, um den laufenden Umstiegsprozess an der Kundenbasis nicht zu behindern, wie Campbell versichert: „Mittlerweile sind über 60 % der Kunden weltweit von Pro/Engineer Wildfire auf Creo 2.0 umgestiegen. Unser Ziel ist, bis zum Ende unseres Fiskaljahres im September 2014 drei Viertel umzustellen.“
App für die schnelle 2D-Konzepterstellung verbessert
Die Einführung von Creo Layout war eines der Highlights der letzten Version. In Creo 3.0 hat PTC die App für die schnelle 2D-Konzepterstellung noch einmal erheblich verbessert und weiterentwickelt. Man kann damit, ausgehend von einem weißen Blatt Papier oder einer vorhandenen 2D-Zeichnung, sehr schnell koaxiale Produkte, wie zum Beispiel Turbinen oder Getriebe, konzipieren, um dann von diesem 2D-Layout die 3D-Modelle aufzubauen. In diesem Fall übertragen sich Layout-Änderungen direkt auf das assoziierte Modell. Wenn man ein anderweitig erzeugtes Modell in Creo Layout aufruft und die Schnittansichten modifiziert, funktioniert das allerdings nicht so durchgängig. Man muss ausgehend von den Schnitten erst ein neues Layout erzeugen und mit dem Modell verknüpfen, um es layoutgetrieben ändern zu können.
PTC hat die automatische Aktualisierung der 3D-Modelle bei Layout-Änderungen in Creo 3.0 ohnehin deaktiviert und als Neuerung die Design Change Notification eingeführt. Sie soll den Workflow flexibler gestalten, wie Campbell erläutert. Der Entwickler kann im Layout verschiedene Alternativen durchspielen, ohne dass sich die Änderungen sofort im 3D-Modell wiederfinden. Stattdessen werden sie aufgezeichnet und können hinterher einzeln oder in ihrer Gesamtheit akzeptiert oder abgelehnt werden. Erst nach Freigabe einer Änderung wird das 3D-Modell aktualisiert, das heißt, der Anwender hat die volle Kontrolle über die Assoziativität zwischen Layout und Modell.
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