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Eine interessante Neuerung in Creo Layout ist weiterhin das Concurrent Layout Design. Konzeptentwürfe für komplexe Produkte wie ein Großgetriebe, die normalerweise von mehreren Mitarbeitern entwickelt werden, kann man in mehrere Layouts unterteilen und getrennt bearbeiten, um sie nach getaner Entwurfsarbeit wieder zusammenführen. „Gerade unsere deutschen Kunden lieben diese Neuerung“, sagt Campbell.
Verbesserte Konzeptentwicklung soll Innovationsfähigkeit stärken
Die Verbesserungen im Bereich der Konzeptentwicklung sollen dazu beitragen, die Unternehmen innovationsfähiger zu machen. PTC hat sie deshalb unter dem Oberbegriff Empowering Innovation zusammengefasst, wie Campbell betont: „Ziel ist es, unseren Kunden gleichzeitig ein Maximum an Flexibilität und an Kontrolle zu ermöglichen. Sie können damit beliebige 2D-Untersuchungen machen, aber mit dem Ziel, die Entwurfsabsicht zu erfassen und zur Steuerung der Modelle zu nutzen. Das gleiche Prinzip gilt im Übrigen auch für Erweiterungen wie die Design Exploration Extension.“
Um den Anwender bei der Lösung von Konstruktionsproblemen besser zu unterstützen, bietet Creo 3.0 die Möglichkeit, verschiedene Lösungsoptionen durchzuspielen, zu einer früheren Variante zurückzukehren und erst am Ende der Findungsphase zu entscheiden, welche er weiterverfolgen möchte. Früher musste er dafür regelmäßig Kopien seines Modells erzeugen, was je nach Modellgröße zu einer enormen Aufblähung des Datenvolumens führte. Die Design Exploration Extension erleichtert die iterative Lösungsfindung dadurch, dass der Anwender sogenannte Check Points (CP) setzen kann, die als Deltainformation gegenüber dem Stand des Ausgangsmodells gespeichert werden. Dadurch kann man einfach zwischen verschiedenen Alternativen hin- und herschalten. Die Erweiterung kann auch genutzt werden, um unterschiedliche Modellieransätze auszuprobieren und den zu finden, der für die Problemlösung am besten geeignet ist. „Wir ergänzen den Konstruktionsbaum mit seiner chronologischen Struktur praktisch durch einen visuellen Baum mit hierarchischer Struktur“, erläutert Campbell.
Der neue Design-Exploration-Modus hat nicht nur den Vorteil, dass das zu speichernde Datenvolumen sinkt. Mit ihm ist außerdem die Lösungsfindung besser nachvollziehbar, weil die gewählte Option am Ende zusammen mit den verworfenen Varianten beziehungsweise ihren CP ins PDM-System zurückgecheckt werden kann. Wenn man drei Wochen später feststellt, dass eine andere Variante vielleicht doch die bessere Lösung wäre, kann man sie schnell wieder herstellen. Die Design Exploration Extension bietet zwar nicht die Möglichkeit, Metadaten zu den CP abzulegen. Aber man kann in Creo 3.0 jetzt Mathcad-Worksheets integrieren, die laut Campbell als Logbücher für den Entwurfsprozess und die Aufzeichnung von Entscheidungen dienen. Die Integration ist so tief, dass man Creo-Modelle mit den Informationen aus den Arbeitsblättern steuern kann.
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