PTC

Multi-CAD-Ansatz soll Arbeit in heterogenen CAD-Umgebungen verändern

Seite: 5/5

Anbieter zum Thema

Keine neuen Apps, aber eine App-Vorlage entwickelt

Zu den Verbesserungen in Creo 3.0, die im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge fallen, gehört der Echtzeit-Fotorealismus. Sowohl Creo Direct als auch Creo Parametric unterstützen das Arbeiten mit fotorealistischen Modellen – und das „out of the box“, wie Campbell sagt. Der Anwender nutzt den fotorealistischen Modus genauso selbstverständlich wie er mit farbig schattierten oder Drahtgittermodellen arbeitet. Um die Modelle von aufwendig gerenderten, fotorealistischen Ansichten unterscheiden zu können, muss man schon geübte Augen haben, die das Fehlen der Eigenspiegelung erkennen.

Ursprünglich wollte PTC Creo Layout und Creo Sketch schon in 3.0 um eine eigenständige Drawing-App auf Basis einer einheitlichen 2D-Technologie ergänzen, damit Anwender aus der Direktmodellierumgebung nicht immer in Creo Parametric wechseln müssen, um ihre Zeichnungen aufzubereiten. Sie soll jetzt erst mit Creo 5.0 kommen, weil Entwicklungen wie 3D-Maßangaben beziehungsweise die modellbasierte Definition von Maßen aus Sicht der Kunden eine höhere Priorität haben. Allerdings überlegen die Entwickler, Creo Direct um Funktionen für die 2D-Zeichnungserstellung zu ergänzen, um die ehemaligen Cocreate-Kunden zum Umstieg zu animieren. „Unsere Botschaft für unsere Cocreate-Anwender ist, dass wir mit Creo 3.0 gute Fortschritte auf unserer Roadmap gemacht haben, auch wenn das Produkt sicher noch nicht so weit ist, dass alle umsteigen können“, sagt Campbell.

PTC Creo 3.0 bietet keine neue App für die Anwender, wohl aber eine Art App-Vorlage für die Partner. „Wir haben schon bei der Vorstellung der Creo-Strategie angekündigt, dass wir unsere Partner in die Lage versetzen werden, eigene Apps zu entwickeln. Diese Entwicklungsumgebung werden wir mit Creo 3.0 ausliefern“, so Campbell. Man muss sich das wie eine leere App mit User Interface vorstellen, die Creo-Dateien interpretieren und mit Windchill interagieren kann, aber sonst keine Funktionen enthält. PTC wird sie zunächst vier oder fünf ausgewählten Partnern zur Verfügung stellen und gemeinsam mit ihnen die ersten Apps entwickeln, um zu prüfen, ob die Vorlage alle benötigten Funktionen enthält. Die ersten Partner-Apps sollen mit Creo 4.0 vorgestellt werden. Danach wird PTC auch den anderen Partnern den Zugang zum App Shop eröffnen.

Wann Creo 4.0 kommen wird, steht noch nicht fest. Campbells vorrangiges Ziel ist es, erst Creo 3.0 auf den Markt zu bringen. Fest steht allerdings, dass die Creo-Release-Zyklen in Zukunft wieder kürzer werden sollen. MM

* Michael Wendenburg ist freier Journalist. Weitere Informationen: Parametric Technology GmbH in 71065 Sindelfingen, Tel. (0 70 56) 6 30-94 07, jfink@ptc.com

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:42743852)