Beleuchtungstechnik Neue Polycarbonate für LED-Leuchten halten mehr aus

Redakteur: Alina Hailer

Um LED-Leuchten unter Wasser oder in Ex-geschützten Zonen einsetzen zu können, müssen sie den herrschenden Einflüssen widerstehen. Covestro verweist dazu auf seine Polycarbonate (PC).

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Die LED zur Beleuchtung hat sich als wirtschaftliche Lichtquelle in vielen Bereichen etabliert. Für heikle und aggressivere Umgebungen hat Covestro nun zwei Polycarbonate entwickelt, die die Einsatzfähigkeit von LED erweitern können.
Die LED zur Beleuchtung hat sich als wirtschaftliche Lichtquelle in vielen Bereichen etabliert. Für heikle und aggressivere Umgebungen hat Covestro nun zwei Polycarbonate entwickelt, die die Einsatzfähigkeit von LED erweitern können.
(Bild: R. Stahl)

LED-basierte Leuchten sind Energie sparend, langlebig und deshalb wirtschaftliche Lichtquellen, die sich deshalb bereits viele Anwendungsfelder erschlossen haben. Damit man das ressorcenschonende Lichtbringer auch in kritischen Bereichen einsetzen kann, entwickelt Covestro diverse transparente, transluzente oder reflektierende, aber auch wärmeleitende und flammgeschützte Typen des Thermoplasts Polycarbonat (PC). Je nach Eigenschaft, werden die Kunststoffe für Diffusoren, Lichtleiter, Linsen oder Reflektoren eingesetzt. Und jetzt gibt es noch zwei neue Sorten, die für den Einsatz im Schwimmbadbereich und in explosionsgefährdeten Umgebungen konzipiert sind, wie es heißt.

LED-Beleuchtung im Schwimmbecken

Der Betrieb von LED-Lampen unter Wasser stelle besondere Anforderungen an die dort eingesetzten Materialien. In Kooperation mit dem brasilianischen Schwimmbadausrüster Ecopyre Lighting entwickelte Covestro dafür eine materialtechnische Lösung, die sich des wärmeleitenden Polycarbonats Makrolon TC bedient. TC steht für thermally conductive, erklärt Covestro.

Um LED-Lampen in Schwimmbecken einzusetzen, müssen verschiedene Anforderungen erfüllt sein. Der Werkstoff muss beispielsweise das Eindringen von Wasser verhindern können.
Um LED-Lampen in Schwimmbecken einzusetzen, müssen verschiedene Anforderungen erfüllt sein. Der Werkstoff muss beispielsweise das Eindringen von Wasser verhindern können.
(Bild: ©angsabiru - stock.adobe.com)

Das Eindringen von Wasser verhindert dieses Polycarbonat aufgrund seiner guten Formstabilität, heißt es. Seine gute Wärmeleitfähigkeit prädestiniere ihn für den Aufbau eines effizienten Thermomanagements, bei dem die von den LED erzeugte Wärme gut abgeleitet werden könne. Natürlich machen dem Kunststoff die typischen, im Schwimmbadwasser befindlichen Chemikalien nichts aus.

Linsen für explosionsgeschützte LED-Lampen

Für eine hohe Transparents steht das Covestro-Produkt Makrolon LED5302, Es eignet sich für Linsen, die auch in explosionsgeschützten Bereichen in Beleuchtungen eingesetzt werden können. Eine Fallstudie, die Covestro diesbezüglich mit dem Sicherheitstechnikanbieter R. Stahl durchgeführt hat, belegt, dass so ausgerüstete Leuchten die Kategorien 2 und 3 (für Zonen 1 und 21, respektive 2 und 22) der EU-Atex-Richtlinien für industrielle Umgebungen erfüllen. Zu diesen Umgebungen zählen genauer gesagt, Ölplattformen, Raffinerien und bestimmte Chemieanlagen.

Der Kunststoff verträgt auch höhere Temperaturen von 60 bis 85 Grad Celsius. Die verschiedenen Makrolon-Typen können als Thermoplaste produktiv durch Spritzgießen und/oder Extrudieren in entsprechende Produkte verwandelt werden.

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