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Nimak, der Erfinder der Schweißzange setzt auch aufs Kleben

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Schweißtechnik-Primus in der Automobilindustrie

Seit über 50 Jahren ist Nimak bereits in der Widerstandsschweißtechnik aktiv und hat diese maßgeblich geprägt. „So haben wir 1977 die erste Roboterschweißzange auf den Markt gebracht und sind damit praktisch deren Erfinder“, berichtet Paul Nickel, Geschäftsführender Gesellschafter bei Nimak. Deshalb, und auch aufgrund unserer Marktposition, kann man sagen, dass wir dieser Technologie zu ihrem weltweiten Durchbruch verholfen haben, so Nickel.

In der Tat ist der Erfolg seines Unternehmens maßgeblich mit dem Siegeszug des Roboters in der Automobilindustrie verknüpft, die heute zu den wichtigsten Auftraggebern zählt. Nimak ist weltweit der einzige Anbieter, der für alle Premiumhersteller der Automobilszene freigegeben ist, kundenspezifische Standards bei Schweißzangen zu erfüllen. Nimak bietet C- und X-Zangen an, die je nach Anwendung und Zugänglichkeit zum Einsatz kommen. Zusätzlich zu den nach vorgegebenen Standards produzierten Roboterschweißzangen hat das Unternehmen mit „Multiframegun“ auch ein eigenes Produkt für alle Kunden ohne spezifische Vorgaben entwickelt. Dieses basiert auf einem modularen Baukastensystem, bei dem sich die Trägerplatte mit dem Zangenantrieb, dem Trafo, der Armklemmung, Schwinge und Führung kombinieren lässt. „Dabei ist uns ein sehr schlanker Aufbau mit maximaler Flexibilität durch sechs Schnittstellen für die Roboteranbindung und einem reduzierten Zangengewicht gelungen“, so Nickel.

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Auch Handschweißzangen sind in vielen Schlüsselbranchen beliebt

Weitere Vorteile seien die günstige Produktion und die hohe Lieferfähigkeit dank einer stark reduzierten Teilevielfalt sowie die einfache und fehlerfrei ablaufende Installation. Parallel dazu bietet Nimak auch handgeführte Schweißzangen an, die immerhin auf einen Verkaufsanteil von 15 bis 20 % kommen. Sie sind vor allem für sporadisch anfallende Punktschweißaufgaben, die serielle Produktion oder flexibel einsetzbare Nacharbeiten interessant, aber auch für Märkte, auf denen manuelle Fertigung noch eine größere Bedeutung hat, zum Beispiel in der russischen, indonesischen und thailändischen Automobilindustrie.

Insgesamt stellt Nimak in diesem Jahr voraussichtlich rund 8000 Roboter- und Handschweißzangen her. Außer dem Automotivebereich beliefern die Punktschweißspezialisten mit steigender Tendenz auch Konsumgüter- und Hausgerätehersteller, die Luft- und Raumfahrt sowie das gesamte Umfeld der Metallbearbeitung.

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