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Werkstoffe

PAEK-Material für SLS-Verfahren und Filamentdruck

| Redakteur: Simone Käfer

Der Hersteller von Hochleistungspolymeren Victrex hat stellt zwei PAEK-Werkstoffe für die Additive Fertigung vor, die Kosten sparen und die Qualität erhöhen sollen.

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Additiv gefertigtes Versuchsbauteil aus PAEK: links im Filament-basierten Verfahren, rechts mittels Lasersintern gedruckt.
Additiv gefertigtes Versuchsbauteil aus PAEK: links im Filament-basierten Verfahren, rechts mittels Lasersintern gedruckt.
(Bild: 3T-RPD)

Zum einen hat Victrex ein hochfestes Material für das Lasersintern (SLS), das niedrigere Austauschraten erreichen soll und somit das Recycling von nicht gesintertem Pulver verbessere. Laut eigener Aussage, seien bei Testkomponenten, die aus teilweise recyceltem Pulver hergestellt wurden, keine messbaren Eigenschaftsverluste festgestellt worden. Sollte das gesamte gesinterte Pulver wiederverwendbar sein, rechnet Victrex mit erheblichen Einsparungen bei Materialkosten. Zudem hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ein Filament mit höherer Festigkeit in Z-Richtung und besserer Druckbarkeit im Vergleich zu bisherigen PAEK-Materialien entwickelt.

Innovate UK: Konsortium für PAEK-Material im 3D-Druck

Victrex führt ein Konsortium von Unternehmen und Institutionen an, das 2016 von der britischen Innovationsagentur Innovate UK gefördert wurde. Das Konsortium will die Forschung und Entwicklung insbesondere für kostengünstige Hochtemperaturpolymer- beziehungsweise Composites-Anwendungen in der Luftfahrtindustrie vorantreiben. Weitere Mitglieder sind Airbus Group Innovations, EOS, University of Exeter Center for Additive Layer Manufacturing (CALM), E-3D-Online, Hi-ETA-Technologies, South West Metal Finishing und 3T-RPD.

Die beiden vorgestellten Werkstoffe knüpft an Techniken an, die von anderen Mitgliedern des Innovate-UK-Projekts entwickelt wurden. So hat EOS kürzlich seine P 500 vorgestellt, eine Anlage für das Lasersintern von Hochleistungspolymere bei hohen Temperaturen. Ausgewählte Materialien des Konsortiums werden in F&E-Einrichtungen von EOS auf ihre Verarbeitbarkeit untersucht.

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