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Die positiven Planfräser der Serie SM2R bieten durch den 60°-Anstellwinkel die größte Schnitttiefe der ausgewählten Werkzeugserien. Es sind Schnitttiefen von 18 mm und Zahnvorschübe von 0,7 mm in Stahl möglich. Bedingt durch den flacheren Anstellwinkel sind beim 45°-Planfräser Zahnvorschübe bis 0,9 mm zu erzielen. Die Schnitttiefe ist jedoch auf 13 mm begrenzt. Weiterhin sind durch den Anstellwinkel geringere Radialkräfte und dadurch längere Auskragungen möglich.
Hochvorschubfräser ergänzen Planfräser
Die Hochvorschubfräser der Serie SP2L sind eine Ergänzung zu den Planfräsern. Der Anstellwinkel dieser Weitwinkelfräser beträgt jedoch lediglich 13°. Er bewirkt eine Reduzierung der Spandicke auf weniger als 25% des Zahnvorschubes und minimiert drastisch die beim Fräsen auftretenden Radialkräfte. Durch die Weitwinkelgeometrie sind Zahnvorschübe im Bereich von 2,5 mm erreichbar, die einen Werkzeugvorschub bis 7000 mm/min erlauben.
Um bei den sehr hohen Zahnvorschüben eine gute Werkstückoberfläche zu gewährleisten, verfügen die Wendeschneidplatten über eine geschliffene 3 mm lange Nebenschneide. Weiterhin ist durch die Reduzierung der Radialkräfte eine ratterfreie Zerspanung auch bei hohen Auskraglängen möglich.
Portalfräsmaschine zeigt beste Leistung mit Schwerzerspanungsfräsern
Die Kombination von leicht schneidenden Schwerzerspanungsfräsern und antriebsstarker Fräsmaschine zeigte von Beginn an die erwartete Leistung. An der 100-kW-Maschine mit stabiler Plananlage wurde mit dem 45°-Planfräser eine Schnitttiefe von 10 mm bei einem Zahnvorschub von 0,45 mm erreicht. Bei einer Schnittgeschwindigkeit von 100 m/min und einer Schnittbreite von 220 mm lag die Leistungsaufnahme bei 80%. Dies zeigt, dass die Werkzeuge selbst bei einer 100-kW-Maschine noch reichlich Reserven haben, um die installierte Leistung voll zu nutzen.
Auch mit dem 13°-Weitwinkelfräser bereitete der angestrebte Zahnvorschub von 2,5 mm keinerlei Probleme. Dabei ergab sich ein Gesamtvorschub von 3300 mm/min.
Durch die Portalfräsmaschine in Kombination mit der Werkzeugplananlage und einer stabilen Magnetspannung konnten die Ingersoll-Schwerzerspaner ihr Potenzial voll ausschöpfen und es wurden hohe Zerspanungsleistungen selbst bei einem schwierig zu zerspanenden Werkzeugstahl erreicht.
* Michael Utsch ist Vertriebsleiter bei der Rottler Maschinenbau GmbH in 57555 Mudersbach
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