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Smarte Systeme vermeiden Unfälle in der Kunststoffverarbeitung

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Sicherheit und Produktivität gehören zusammen

Viele Maschinen in der Kunststoffindustrie sind über Jahre außerdem gewachsen und arbeiten wirtschaftlich zuverlässig. Gleichzeitig passen sie aber nicht immer zu den Möglichkeiten, die eine moderne Sicherheitstechnologie bieten kann. Letztere ermöglichen beispielsweise eine gezielte Nachrüstung bestehender Anlagen und erhöhen so das Sicherheitsniveau, ohne die Produktivität einzuschränken. Dass sich Investitionen lohnen, zeigt der sogenannte Return on Prevention. Denn Studien zufolge sparen Unternehmen langfristig durchschnittlich 2,20 Euro für jeden in Arbeitsschutz investierten Euro [4]. Lange Zeit wurden Arbeitssicherheit und Produktivität als gegensätzliche Ziele betrachtet. In modernen Produktionsumgebungen zeigt sich jedoch zunehmend das Gegenteil. Arbeitsunfälle verursachen nicht nur menschliches Leid, sondern beeinflussen, wie oben schon angesprochen, die gesamte Wertschöpfungskette. Und Produktionsunterbrechungen, Verzögerungen, Organisationsaufwand und der Verlust von Fachwissen wirken sich bekanntlich unmittelbar auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aus.

Die Zukunft heißt „intelligente“ Arbeitssicherheit

Gleichzeitig belegen aktuelle Studien, dass präventive Konzepte einen messbaren Beitrag zur Stabilisierung von Produktionsprozessen leisten können. In einer internationalen Untersuchung berichteten 92 Prozent der Unternehmen von einer verbesserten Anlagenverfügbarkeit durch präventive Wartungs- und Zuverlässigkeitsstrategien. Rund 38 Prozent konnten ihre Anlagenverfügbarkeit sogar um mindestens 25 Prozent steigern [5]. Die Erkenntnis daraus ist eindeutig: Sicherheit und Effizienz sind keine Gegensätze. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille. Für die Zukunft kann man festhalten: Die Kunststoffverarbeitung wird weiter automatisiert und vernetzt. Parallel steigen die Anforderungen an Sicherheit, Anlagenverfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Und „intelligente“ Sicherheitskonzepte zeigen bereits heute, wie sich Mensch-Maschine-Interaktionen sicherer gestalten lassen, ohne an Produktivität und Flexibilität zu verlieren. Moderne Arbeitssicherheit entscheidet sich dabei nicht erst im Moment des Not-Halts, sondern dort, wo Risiken erkannt werden, bevor sie zu Unfällen werden.

Literatur

[1 ]DGUV, Geschäfts- und Rechnungsergebnisse 2024 sowie Arbeitsunfallstatistik 2024;

[2] Tompa, E. et al. (2021): The Economic Burden of Work Injuries and Diseases: A Framework and Application in Five European Union Countries;

[3] ABB / Sapio Research: The True Cost of Downtime Report (2024);

[4] ISSA / DGUV: Calculating the International Return on Prevention for Companies;

[5] ABB: Value of Reliability Survey (2024).

* Klaus Moschner ist Leiter Technologie & Entwicklung bei der U-Tech GmbH in Bad Vilbel

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