Suchen

Siempelkamp Pressenbauer steigert Umsatz und investiert

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Siempelkamp-Gruppe in Krefeld kann auf ein gutes Geschäftsjahr 2016 zurückblicken. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Gruppenumsatz um 28,4 % auf 732,8 Mio. Euro (2015: 570,9 Mio. Euro) gesteigert werden. Auch der Auftragseingang bewegt sich mit 624,3 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau, wie Dr. Hans Fechner, Geschäftsführer und Sprecher des Unternehmens, auf der Bilanzpressekonferenz erläuterte.

Firmen zum Thema

„Die Reise geht in Richtung Digitalisierung“, erwartet Dr. Hans Fechner, Geschäftsführer und Sprecher der Siempelkamp-Gruppe.
„Die Reise geht in Richtung Digitalisierung“, erwartet Dr. Hans Fechner, Geschäftsführer und Sprecher der Siempelkamp-Gruppe.
(Bild: Siempelkamp )

Den größten Anteil hatte der Geschäftsbereich Maschinen- und Anlagenbau. Die Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH konnte ihren Auftragseingang im Vergleich zu 2015 um knapp 8 % auf 500,8 Mio. Euro steigern, wie der Geschäftsführer und Sprecher des Unternehmens Jürgen Philipps berichtete. In der Holzwerkstoffindustrie gelang es, elf Anlagen zu verkaufen. In der Metallumformung waren es nach den Worten von Philipps drei Anlagen, die verkauft wurden, vier sind derzeit in der Montage, hinzu kommen zwei Pressenmodernisierungen. Im Bereich Composites kann Siempelkamp auf elf verkaufte Pressen seit dem Einstieg in das Geschäftsfeld im Jahr 2012 verweisen. Mit 593,7 Mio. Euro stieg der Umsatz 2016 sogar um 67,4 %, wobei diese Zahl laut Philipps durch die Abrechnungszyklen für fertiggestellte Anlagen verzerrt wird.

Die Siempelkamp Gießerei, spezialisiert auf Schwergussteile bis 320 t, verzeichnete mit einem Auftragseingang von 74,8 Mio .Euro eine moderate Steigerung. Der Umsatz belief sich in 2016 auf 79,2 Mio. Euro. Der im Vorjahr umstrukturierte Geschäftsbereich Engineering und Service entwickelte sich besser als geplant. Mit einem Auftragsvolumen von 68,2 Mio. Euro wurde das Planungsziel übertroffen. Der Umsatz in 2016 betrug 77,4 Mio. Euro.

Bildergalerie

Siempelkamp baut Standorte in China und Tschechien aus

Im vergangenen Jahr trieb die Siempelkamp-Gruppe den Ausbau ihrer Produktionsstandorte in Asien und Osteuropa voran. So wurde 2016 in Qingdao, im Süden der Provinz Shandong, eine zweite chinesische Produktionsstätte erweitert. „Durch den Produktionsstandort Qingdao haben wir beste Voraussetzungen um den asiatischen Markt schnell und zuverlässig mit unseren Pressenkomponenten zu bedienen“, sagte Fechner. Bis Ende 2017 sollen Personal und Produktionsfläche weiter aufgestockt werden.

Auch in Osteuropa investiert Siempelkamp erneut. Der Standort Blatnice in Tschechien wird derzeit ausgebaut und die Produktionsfläche erweitert, sodass hier künftig eine höhere Produktionskapazität zur Verfügung stehen wird.

Auch im aktuellen Geschäftsjahr treibt die Siempelkamp-Gruppe ihr Wachstum voran. Seit dem 1. April 2017 ist die Pallmann Maschinenfabrik vollständig in die Unternehmensgruppe integriert. Das Produktportfolio von Siempelkamp wird so um zentrale Leistungen im Bereich der Zerkleinerungs- und Recyclingtechnik erweitert.

Das Jahr 2017 ist für die Siempelkamp-Gruppe sehr gut angelaufen.In allen Geschäftsbereichen ist die Auftragseingangsentwicklung über Plan. Auch in Folge der erstmaligen Konsolidierung der Pallmann Maschinenfabrik 2017 werden Auftragseingang und Umsatz der Gruppe sehr wahrscheinlich die 700-Mio.-Euro-Marke überschreiten, wie Fechner erwartet.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44714976)