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VDMA Russland: Maschinenbauer leiden unter schwachem Russlandgeschäft

Autor: Stéphane Itasse

Die Wirtschaftskrise in Russland und der Streit mit der EU hinterlassen im deutschen Maschinenbau starke Spuren

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„Wir sehen keine Veranlassung, uns vom russischen Markt zurückzuziehen“, sagt VDMA-Präsident Reinhold Festge auch im Angesicht von Wirtschaftskrise und Sanktionen.
„Wir sehen keine Veranlassung, uns vom russischen Markt zurückzuziehen“, sagt VDMA-Präsident Reinhold Festge auch im Angesicht von Wirtschaftskrise und Sanktionen.
(Bild: VDMA)

Im ersten Quartal 2015 sind die Maschinen-exporte dorthin um weitere gut 28 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken, wie der VDMA berichtete. „Das Thema brennt uns Maschinenbauern auf den Nägeln“, sagte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge.

Russland fiel damit bei den wichtigsten Abnehmerländern auf Rang 10 zurück. Im Jahr 2013, also vor Beginn der Russlandkrise, war das Land noch der viertgrößte Absatzmarkt für den deutschen Maschinenbau. „Leider hat sich der Abwärtstrend bei den Maschinenbauexporten zu Beginn dieses Jahres noch beschleunigt“, so Festge.

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Eine neue Umfrage des VDMA unter 257 Mitgliedsunternehmen zeigt, dass die Russlandkrise Folgen für die hiesige Industrie hat. 94 % der Befragten gaben dabei an, von der Krise betroffen zu sein; zu spüren bekommen die Unternehmen das über Auftragsrückgänge (83 %) und sinkende Anfragen (70 %). Deshalb sei zu erwarten, dass die Exporte nach Russland in den kommenden Monaten stark zurückgehen werden.

Auch die Schwierigkeiten, eine Finanzierung für den Export von Maschinen und Anlagen nach Russland zustande zu bekommen, werden immer größer. „Der Mangel an Finanzierungen ist zurzeit das größte Hemmnis“, erläutert Ulrich Ackermann, Leiter VDMA Außenwirtschaft.

Etwas überraschend ist, dass Auftragsstornierungen (20 % der Befragten berichten davon) und Zahlungsausfälle (15 %) sich im Vergleich zur Umfrage im Jahr 2014 nur leicht erhöht haben. Deutlich stärker machen sich dagegen Verzögerungen in der Zollabfertigung und in der Exportkontrolle bemerkbar (22 % beziehungsweise 24 %). Hier belastet vor allem die Frage, ob es sich bei den Maschinen und Komponenten um „dual-use“-Güter handelt. Davon fühlen sich vor allem die Hersteller von Werkzeugmaschinen betroffen.

In den Unternehmen wächst nun auch die Sorge, den russischen Markt an die Konkurrenz aus China dauerhaft zu verlieren. In den vergangenen zehn Jahren haben chinesische Maschinenbauer den deutschen bereits 10 % Marktanteil abnehmen können. Nun glaubt gut ein Drittel der Befragten, aufgrund der Krise und der Sanktionen weitere Kunden oder Aufträge an chinesische Wettbewerber verloren zu haben. „Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis China zum wichtigsten russischen Maschinenlieferanten wird“, sagt Monika Hollacher, Russlandexpertin im VDMA.

(ID:43422881)

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MM MaschinenMarkt