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Schaltschranktechnik

Schaltschränke: Design und Standard clever gemixt

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Die Kühlung erfolgt im Umluftbetrieb, wobei die Verlustleistung (Wärme) im Schaltschrank über den Luft/Wasser-Wärmetauscher an das Wasser abgegeben und aus dem Schaltschrank abgeführt wird. Das LCP ist dabei zwischen Rückkühler und Schaltschrank eingebaut und bläst die Kaltluft von der linken Seite in den Schaltschrank, wo die Frequenzumrichter installiert sind.

Zwei leistungsstarke Gebläse sorgen für eine optimale Luftzirkulation im Schrankinnern. Die Warmluft wird seitlich im oberen Bereich des Schranks angesaugt und abgekühlt unten in die Seite des Schranks eingeblasen. Die Innenluft kann dabei auch unter die Umgebungstemperatur abgekühlt werden. Die vollständige Trennung von Wasserkreislauf und elektronischen Komponenten im Schrank gewährleistet maximale Sicherheit. Der vollkommen geschlossene Schaltschrank kann insgesamt die Schutzart IP55 aufrechterhalten.

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Rückkühler besteht aus drei Modulen

Für den Betrieb des LCP Industrie ist ein Wasseranschluss (Vor- und Rücklauf) sowie eine Rückkühlanlage (Chiller) für die Wasserkühlung am Wärmetauscher installiert. Supfina Grieshaber hat sich auch für eine im Schaltschranksystem TS 8 integrierte Lösung mit dem Toptherm-Chiller von Rittal entschieden. Der Rückkühler ist aus drei modularen Einheiten aufgebaut, nämlich aus Wasser- und Kältemodul sowie einem Elektromodul mit Steuerung, und sorgt für eine Kühlleistung von 16 kW.

Neben der Bereitstellung der Kühlflüssigkeit für die Schaltschrankklimatisierung über das LCP Industrie übernimmt der Toptherm-Chiller auch die Kühlmittelversorgung für die präzise, technisch relevante Spindelkühlung der Planet V. Die Reduzierung auf einen flüssigkeitsbasierten Kältekreislauf mit nur einem Kompressor trägt wesentlich zur erhöhten Energieeffizienz der Anlage bei.

Ein weiterer Vorteil ist durch die Zusammenführung der Schaltschrank- und der Spindelwärme gegeben. So ist es möglich, die komplette Wärmeentwicklung als Option an ein zentrales Kühlturmnetz bis 34 °C Vorlauf abzuführen. Der Rückkühler kann auch durch einen Wasser/Wasser-Wärmetauscher ersetzt werden. So lässt sich kundeneigenes Prozesswasser zusetzen, das kälter als 22 °C ist.

Getrennter Kühlkrieslauf

Der interne Kreislauf kommt mit dem Kühlwasser des Kunden zudem nicht in Berührung und beugt somit Verschmutzungen und Ausfällen vor. Der flüssigkeitsbasierte Kreislauf ist ein integrierter Prozess, der im Weiteren die Umgebungsluft nicht belastet. Gerade Betreiber mit großen Maschinenparks suchen nach einem Ersatz für den üblichen, luftbasierten Kühlprozess. Der Grund ist, dass die Abwärme auf andere Maschinen übergeht und dort zu Maßproblemen führen kann.

„Durch integrierte Lösungen aus Schaltschranktechnik, Kühllösung und Stromverteilungstechnik zu einer Gesamtlösung gehen wir sicher, dass technisch alles zusammenpasst. Wir haben dadurch einen Ansprechpartner für ein System und reduzieren damit auch unseren organisatorischen Aufwand“, erklärt Thomas Harter.

Zentrales Thema ist für den Maschinenbauer auch die weltweite Verfügbarkeit der Standardkomponenten. „Gerade wenn die Kühltechnik ausfällt, bedeutet dies einen Ausfall der Maschine und das heißt einen Ausfall der Produktion“, betont der Fachmann. Auch die weltweite Verfügbarkeit der Gerätetechnik sowie der weltweite Service – besonders auch für den asiatischen Raum – sind für Supfina Grieshaber ein wichtiges Kriterium. Deshalb entschied man sich für Rittal. MM

* Hans-Robert Koch ist Leiter Fachpresse bei der Rittal GmbH & Co. KG in 35745 Herborn; Dipl.-Ing. Uwe Scharf ist dort Geschäftsbereichsleiter Produktmanagement.

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