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Schleusentore im neuen Panamakanal bewegen sich mit Schaeffler-Komponenten

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Lager für ressourcenschonenden Wasserkreislauf

Ein wesentliches Merkmal des neuen Panamakanals sind drei Speicherbecken, die sich neben jeder Staustufe befinden. Sie sorgen für einen ressourcenschonenden Wasserkreislauf: Um das Wasser in einer Staustufe abzulassen, öffnen sich mehrere Ventile in einem unterirdischen Kanal, der die Sparbecken und die Staustufe mit-einander verbindet.

Aufgrund der großen Abmessungen von bis zu sieben Metern wurden die von Hyundai Samho zugelieferten Ventile ebenfalls als Tore ausgeführt. Die stählernen Führungsrollen für diese Tore sind mit Lagern von Schaeffler ausgestattet. Die verwendeten Lager sind chrombeschichtet und daher besonders korrosionsgeschützt. Zum Einsatz kommen dabei unterschiedliche Varianten der von Schaeffler entwickelten Durotect-Beschichtung.

Herausfordernde Bedingungen

Die besondere Herausforderungen bei den Lagerlösungen für den Panamakanal skizziert Schaeffler-Ingenieur Francesco Capittini wie folgt: „Die langsame Bewegung führt dazu, dass in den Lagern teilweise eine quasi-statische Belastung mit sehr hohen Kräften vorliegt.“ Hinzu kommt, dass der Betrieb des Panamakanals aufgrund seiner Bedeutung für den Welthandel zuverlässig rund um die Uhr funktionieren muss. Nur alle fünf Jahre ist ein Wartungsintervall vorgesehen.

Trotz der hohen Anforderungen, die der Ausbau des Panamakanals an die Technik stellte, konnte Schaeffler teilweise Lösungen auf der Basis von Standardprodukten erarbeiten. Das internationale Netzwerk von Technologen und Anwendungsspezialisten setze darüber hinaus spezifische Sonderlösungen um. Dr. Stefan Spindler, im Vorstand von Schaeffler für das Industriegeschäft verantwortlich, erläutert: „Unsere Vertriebsmannschaft besteht weltweit aus Ingenieuren. Sie arbeiten mit Schaeffler-Experten verschiedener Disziplinen wie Beschichtungstechnologen und Berechnungsexperten zusammen und können so unseren Kunden Lagerlösungen für die anspruchsvollsten Anwendungen anbieten.“

Das bestätigt Matteo Maretto, Mitglied des Entwicklungsteams bei Cimolai Technology, der italienischen Ingenieurgesell-schaft, die den Mechanismus für die Bewegung der Schleusentore entwickelt hat: „Die Lager sind für die Gesamtfunktion der Schleuse eine sehr kritische Komponente. Sie müssen unter allen Umständen funktionieren, sonst käme der komplette Betrieb zum Stillstand. Schaeffler hat uns während der Entwicklung gut beraten.“

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