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Fronius weiß, wie man sich Schweißrauch vom Hals hält

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Die Ergebnisse der Vergleichstests beim Schweißen sehen so aus:

Beim Schweißen mit Absaugschweißbrenner zeigten sich besonders niedrige FER-Werte. Und zwar bei einer Drahtvorschubgeschwindigkeit von fünf Millimetern pro Minute und neutraler Brennerhaltung. Überraschend war, wie Fronius betont, dass die FER bei elf Millimeter pro Minute niedriger ausfiel als bei acht. (oberes Bild unten). Der Grund dafür ist, dass bei acht Millimetern pro Minute es im Versuch zu vermehrten Kurzschlüssen kam, die die Emission erhöhten. Konstant zeigte sich aber, dass eine schleppende Brennerführung die Emissionen über alle Drahtvorschübe hinweg leicht verringerte. Die größte Wirkung erzielte jedoch die Korrektur der Lichtbogenlänge. Bereits eine moderate Erhöhung der mittleren Spannung – etwa um 0,4 Volt – reduzierte die FER bei allen Drahtvorschüben deutlich. (unteres Bild) Der physikalische Hintergrund ist, dass eine optimal eingestellte Lichtbogenlänge Kurzschlusserscheinungen auf ein Minimum reduziert. Weniger Kurzschlüsse bedeuten dann einen ruhigeren Werkstoffübergang und dadurch weniger Metalldampf und weniger entsprechend weniger Rauch.

Die Säulen kennzeichnen, ob Auftragraupen, Schweißprozess und Lichtbogen bei der Untersuchung zur Schweißrauchbildung optimiert waren, oder nicht.(Bild:  Fronius)
Die Säulen kennzeichnen, ob Auftragraupen, Schweißprozess und Lichtbogen bei der Untersuchung zur Schweißrauchbildung optimiert waren, oder nicht.
(Bild: Fronius)

Oben: 1,6 Milligramm Schweißrauch pro Sekunde bei einem Drahtvorschub von fünf Metern pro Minute mit neutraler Brenneranstellung. Unten: 0,56 Milligramm Rauch pro Sekunde, bei gleichem Vorschub und Brenneranstellung, aber mit 0,4 Volt Lichtbogenlängen-Korrektur.(Bild:  Fronius)
Oben: 1,6 Milligramm Schweißrauch pro Sekunde bei einem Drahtvorschub von fünf Metern pro Minute mit neutraler Brenneranstellung. Unten: 0,56 Milligramm Rauch pro Sekunde, bei gleichem Vorschub und Brenneranstellung, aber mit 0,4 Volt Lichtbogenlängen-Korrektur.
(Bild: Fronius)

So sieht es dann bei der Betrachtung von Kehlnähten aus:

Beim Schweißen von Kehlnähten registrierte man, wie es weiter heiß, generell weniger Emissionen in Form von Schweißrauch. Die Ausprägung folgte aber dem oben geschilderten Versuch: Bei fünf Metern pro Minute waren es 0,55 Milligramm pro Sekunde, bei acht Metern 0,7 Milligramm und bei etwa elf Metern pro Minute entstanden 1,7 Milligramm Schweißrauch pro Sekunde (Bild unten).

Hier sieht man wieder optimierte und nicht optimierte Schweißtests in Bezug auf die Schweißrauchemissionen. Die Aspekte Kehlnähte, Schweißprozess, Lichtbogenlängen, Brennerführung und Drahtvorschub wurden betrachtet.(Bild:  Fronius)
Hier sieht man wieder optimierte und nicht optimierte Schweißtests in Bezug auf die Schweißrauchemissionen. Die Aspekte Kehlnähte, Schweißprozess, Lichtbogenlängen, Brennerführung und Drahtvorschub wurden betrachtet.
(Bild: Fronius)

Auch dabei zeigte sich die schleppende Brennerführung beim Schweißen mit Absaugschweißbrenner als vorteilhaft – insbesondere bei hohen Drahtvorschüben, wie Fronius anmerkt. Ein Detailversuch bei elf Metern pro Minute ergab nämlich ein FER-Minimum bei einer Korrektur von minus fünf Volt. Wurde der Lichtbogen verlängert oder verkürzt, stiegen die Emissionen wieder, was entweder auf die höhere Prozessleistung oder auf vermehrte Kurzschlüsse zurückzuführen war. Was man daraus für den Schweißpraktiker ableiten kann, ist, dass der Schweißprozess die Basis für weniger Schweißrauch ist, wobei der Impulsprozess besonders effektiv ist. Der Lichtbogen sollte auch möglichst kurz gehalten werden, damit das Schweißen mit einer geringeren, aber stabilen Kurzschlussfrequenz ablaufen kann. Auch sollte der Drahtvorschub optimiert werden, was bei fünf Metern pro Minute den größten Effekt brachte.

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