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Merkle Schweißtechnik für den Schiffbau

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Schweißmaschinenhersteller Merkle freut sich über den Auftrag zur Lieferung der nächsten Generation von Schweißanlagen an die Meyer-Werft in Papenburg und die Neptun-Werft in Rostock. Beide Werften erneuern in den kommenden Jahren ihre schweißtechnische Ausrüstung und werden künftig die High Pulse 452 DW in der Produktion einsetzen, wie Merkle mitteilt.

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High Pulse 452 DW von Merkle mit Drahtvorschubgerät in der Werft-Ausführung.
High Pulse 452 DW von Merkle mit Drahtvorschubgerät in der Werft-Ausführung.
(Bild: Merkle )

Vorangegangen sind umfangreiche Tests und Versuchsreihen in beiden Werften, die sich über drei Jahre erstreckt haben. Merkle Schweißanlagen-Technik konnte hier nach eigenen Angaben durch die Lichtbogenqualität herausstechen. Die besonderen Anforderungen der Werften an die Schweißanlagen können durch Standardgeräte nicht abgedeckt werden, wie es heißt.

Ein speziell gestaltetes, schlankes Drahtvorschubgerät, das in den Maßen und der Handhabung auf die Bedingungen im Schiffbau angepasst ist, sei eine besondere Herausforderung gewesen. Die Anlagen sind außerdem mit besonders großen Rädern, einer speziellen Aufwickelvorrichtung für die 30 m langen Zwischenschauchpakete sowie zwei Steckdosen für den Anschluss von Elektrowerkzeugen ausgerüstet. Damit nur berechtigte Mitarbeiter die Anlagen verwenden können, müssen diese mit einer kontaktlosen Freischaltkarte vor Arbeitsbeginn aktiviert werden. Auch die Aspekte der Energieeinsparung und der Sicherheit wurden berücksichtigt: die Geräte schalten sich laut Herstellerangaben automatisch nach einer programmierten Zeit aus, falls länger nicht geschweißt wurde.

Vorgegebene Parameter einfach aufrufen

Für die High-Pulse-Anlagen von Merkle wurde zusammen mit den Fachabteilungen der Werften die Schweißkennlinien und -verfahren speziell für die besonderen Anforderungen im Schiffbau angepasst. Neben Standard MIG/MAG-Schweißen sind der Pulse-Arc-Lichtbogen und der High-UP-Prozess für einfaches Steignaht-Schweißen integriert, wie das Unternehmen mitteilt. Das Elektroden-Schweißen ist ebenfalls möglich. Auch für die Zukunft wurde schon geplant: mit der einfach zu bedienenden Software könnten vorgefertigte Jobs (WPS) abgespeichert werden. Die Schweißer können somit auf einfache Weise die vorgegebenen Parameter aufrufen und damit präzise arbeiten, heißt es.

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