Bürostress Sieben Tipps für mehr Gelassenheit und Konzentration im Büro

Autor / Redakteur: Martin Christian Morgenstern / Stéphane Itasse

Endlich stressfrei ist das Mantra unser Zeit. Doch ist ein stressfreies Leben - sofern realisierbar – aus psychologischer Sicht überhaupt erstrebenswert? Wir betrachten den Stressbegriff differenzierter und geben Ihnen sieben Schreibtisch-Tipps, wie Sie Ihren optimalen Stresslevel – der, der Ihnen Flügel verleiht – finden.

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(Archiv: Vogel Business Media)

Stress kann in drei Stufen unterteilt werden. Zu wenig Stress, konzentrierender Stress und zu viel Stress. Zu wenig Stress haben wir dann, wenn wir entweder müde sind oder uns die Aufgabe langweilt, sprich unterfordert. Unterforderung entsteht klassisch bei Routineaufgaben, weil diese von unserem Unterbewusstsein quasi im Schlaf erledigt werden können. Aber auch wenn Situationen für uns, im wahrsten Sinne des Wortes, reizlos sind, gehen wir in den Modus Unterforderung.

Zu wenig Stress macht auch keinen Spaß

Denken Sie in diesem Zusammenhang einmal an endlose Meetings, simple Routineaufgaben oder langweilige Vorträge. Wir erkennen Unterforderung immer daran, wenn wir uns ziellos in Gedankenwolken aufhängen oder wir schlicht unkonzentriert sind. Diese Stressstufe macht keinen Spaß, wie unlängst auch eine neue Harvard Studie gezeigt hat.

Konzentrierenden Stress empfinden wir bei einer leichten Herausforderung. Dann haben wir unsere Handlung zwar noch im Griff, aber sie erfordert unsere volle Aufmerksamkeit ,damit es klappt. In dieser Stufe sind wir voll bei der Sache und die Zeit vergeht wie im Flug. Sie haben diesen Zustand häufig dann, wenn Sie Ihren Aufgaben mit Leidenschaft nachgehen. Um diese Stressstufe zu erkennen, fragen Sie sich einfach nur, ob Sie etwas gerade „machen wollen oder müssen?“ Ziel sollte es sein, möglichst häufig und möglichst lange auf dieser Stufe des „Wollens“ zu sein.

Zu viel Stress entzieht sich unserer Kontrolle

Und zu guter Letzt gibt es noch den Stress, von dem wir sprechen, wenn wir sagen „das stresst mich!“ Ab diesem Punkt entzieht sich eine Situation immer mehr unserer Kontrolle. Kontrollentzug entsteht daneben auch immer dann, wenn wir eine Aufgabe „machen müssen“. Typische Situationen für Kontrollverlust kennen Sie zum Beispiel, wenn Sie auf dem Weg zu einem wichtigen Termin plötzlich in einen längeren Stau geraten. Oder Sie merken, eine Deadline nicht einhalten zu können, haben einfach zu viele Aufgaben für ein Zeitfenster oder einfach keine Lust auf etwas.

Zusammengefasst können wir sagen: Zuviel Stress ist unangenehm, zu wenig auch. Ein mittleres Stressniveau ist perfekt!

Kommen wir zur praktischen Seite, wie Sie sich am Schreibtisch auf diese Stufen Einfluss nehmen können.

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