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Verkehrswende in die falsche Richtung?

Sinnfreie Denkverbote sind nicht die Lösung unser Zukunftsprobleme

| Autor / Redakteur: Dr. Christoph Sokolowski / Peter Königsreuther

Die deutsche Kautschukindustrie appelliert für Technologieoffenheit. Dabei stellt man auch die Elektromobilität als Antriebskonzept der Zukunft auf den Prüfstand. Man prangert die momentan von Politik und Breitenmedien verhängten Denkverbote deutlich an. Lesen Sie hier, warum...
Die deutsche Kautschukindustrie appelliert für Technologieoffenheit. Dabei stellt man auch die Elektromobilität als Antriebskonzept der Zukunft auf den Prüfstand. Man prangert die momentan von Politik und Breitenmedien verhängten Denkverbote deutlich an. Lesen Sie hier, warum... (Bild: Fipsdesign)

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Die deutsche Kautschukindustrie appelliert für Technologieoffenheit. Man stellt auch die reine Elektromobilität auf den Prüfstand und prangert die von Politik und Breitenmedien verhängten Denkverbote an. Lesen Sie hier, warum...

Ist Elektromobilität tatsächlich die Antwort auf die Frage nach dem ökologisch, ökonomisch und sozial zukunftsweisenden Verkehrs-Antriebskonzept in Deutschland? Die Käufer von Neufahrzeugen sind sich da nicht so sicher, siehe die aktuelle Nachfrage. „Nein“, sagen viele Technik-Experten - inzwischen allerdings nur noch hinter verschlossenen Türen. Denn weder in den Breitenmedien noch in der politischen Meinungsbildung haben langatmige Sachargumente aktuell eine Chance. Mit fatalen Folgen: Naturgesetze werden einfach ignoriert. Wir brauchen jetzt einen ideologisch unverstellten Blick auf passgenaue Mobilitätskonzepte.

Technologieoffenheit ist das Gebot der Stunde

„Wir rufen Politik und Automobilhersteller in Deutschland auf, sich hinsichtlich der Antriebskonzepte der Zukunft strategisch technologieoffen zu positionieren und auch die Förderung von Alternativen nicht aus dem Auge zu verlieren“, so Boris Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (wdk) heute in Frankfurt am Main. Aus Sicht des wdk ist emissionsärmere Mobilität nur über einen Antriebsmix erreichbar. Dabei muss man den CO2-Footprint des gesamten Fahrzeug-Lebenszyklusses einschließlich Lade- respektive. Tankinfrastruktur betrachten, ebenso wie die Sozial- und Umweltverträglichkeit der jeweiligen Komponenten. „Und wir dürfen auf keinen Fall unsere nationale Spitzentechnologie eintauschen gegen neue internationale Abhängigkeiten und unkalkulierbare Sozialfolgen“, so Engelhardt weiter.

In komplexen Zeiten gibt es keine primitiven Lösungen

Einfache Antworten existieren nicht in einer immer komplexer werdenden Welt. Und man sollte hellhörig werden, wenn die Diskussionsführer über keine eigene einschlägige technische Erfahrung verfügen beziehungsweise solche Erfahrung nicht mehr zu Wort kommen kann. Batterieelektrische Antriebe sind eine - aber nicht die einzige - Option in der Gestaltung einer umwelt- und sozialverträglichen Mobilität. Wasserstoffantriebe, der Einsatz von E-Fuels, real verbrauchs- und emissionsarme Dieselantriebe sowie neue Generationen von Benzinmotoren mit hohem Wirkungsgrad: Diese Technologien sind verfüg- und ausbaubar und sie werden benötigt.

Gebe man nur einer einzelnen dieser Technologien den Vorzug, so führe diese Wahl nur auf einen Weg: in die Sackgasse. „Der wdk unterstützt in seiner Eigenschaft als Interessenvertreter von Automobil-Zulieferunternehmen in Deutschland aus diesem Grund alle Initiativen, die Denkverbote ablehnen und für Technologieoffenheit eintreten. So auch die jüngste Position des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung WSM“, so Engelhardt abschließend.

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