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Schaltrobotermodul im Prüfstand zur Errechnung von Bahnen
Um auf einem Prüfstand den Schaltvorgang eines Getriebes zu simulieren, kommen in der Regel Schaltroboter zum Einsatz. Ziel des Projektes war die Erstellung eines Moduls, mit dem es möglich ist, komplexe Bahnen, die für den Schaltvorgang an einem Fahrzeuggetriebe notwendig sind, zu berechnen und mit mehreren Aktoren (Stellgeräten) in Kombination innerhalb des Prüfstandes abzufahren (Bild 4).
Für die Definition der abzufahrenden Bahnen wird die Bewegung des Wellhebels mit einer Koordinatentransformation auf die Aktuatorenwerte umgerechnet. Die Parametrierung dieses Moduls wurde in XML definiert und das Modul wurde als systemerweiterndes Plug-in für die bestehende RDDS-Software realisiert. Neben der Implementierung des Moduls wurde das Projekt von den Augsburger IT-Experten geleitet und mit den Fachabteilungen abgestimmt.
Konfigurationsdatenbank ermöglicht Erstellung eines Datenbankschemas
Nach Abschluss dieser Aufgabe ist es möglich, die Konfigurationsdaten aus der File-basierten Ablage in geordneter und nachvollziehbarer Weise in einer Datenbank zu speichern. Im ersten Schritt musste dazu ein Datenbankschema erstellt beziehungsweise erweitert werden, bevor die Datenbankzugriffe implementiert und die Daten visualisiert werden konnten. Abschließend wurden Performanceuntersuchungen der Datenbankzugriffe angestellt, um die Leistungsfähigkeit der Lösung zu beurteilen.
Dabei werden die im Prüflauf eines Fahrzeuges entstehenden Messergebnisse dem Anwender über eine intuitiv zu bedienende Nutzeroberfläche gezeigt. Der Anwender soll erkennen können, aufgrund welcher Konfiguration oder Parametrierung bestimmte Messergebnisse entstanden sind. Im ersten Schritt erstellten die Programmierer ein Konzept mit Klassen und einem Datenbankschema.
In Anlehnung an den Aracom-Software-Development-Plan wird derzeit die Basisprogrammierung überarbeitet. Das Redesign der Software umfasst die Migration auf eine neue Plattform und die Überarbeitung der Benutzeroberfläche, was sich positiv auf die Usability der Anwendungen auswirkt. Bis jetzt konnten rund 30 % der Basisprogrammierung abgeschlossen werden.
* Klaus Bachmeir ist Leiter der Sparte Elektronik & Software bei der Renk Test System GmbH in 86159 Augsburg, Mona Moser ist Fachjournalistin in 86152 Augsburg
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