Kleinextruder Spanische Pharma-Pioniere setzen wieder auf Leistritz-Technik

Redakteur: Peter Königsreuther

Ein ZSE 18 HP-PH ist nun beim spanischen Technologie-Center Aimplas in Betrieb. Mit dem Kleinextruder der Leistritz Extrusionstechnik geht man dort nun den Schritt in Richtung Pharma-Anwendungen.

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Seit kurzem setzt das spanische Technologie-Center Aimplas, das primär auf dem Gebiet verschiedensten Kunststoffanwendungen forscht und entwickelt, einen Pharmaextruder von Leistritz ein.
Seit kurzem setzt das spanische Technologie-Center Aimplas, das primär auf dem Gebiet verschiedensten Kunststoffanwendungen forscht und entwickelt, einen Pharmaextruder von Leistritz ein.
(Bild: Leistritz AG)

„Wir haben über 30 Anlagen unter Strom, mit denen wir verschiedenste Kunststoffanwendungen entwickeln oder testen“, erklärt dazu Raquel Llorens, Health Senior Researcher bei Aimplas. Das Wirkungsgebiet wolle man nun unter anderem auf die pharmazeutische (HME) und kosmetische Industrie ausdehnen sowie auf das Gebiet der Materialentwicklung für die Knochen- und Geweberegeneration und auf die Entwicklung medizinischer Geräte. Aimplas hat bereits eine Anlage des Typs ZSE 27 Maxx von

Leistritz. Und zwar im Sektor Forschung und Entwicklung zur reaktiven Extrusion, fürs Recycling und für diverse Compoundieranwendungen.

Flexibler Kleinextruder kann leicht skaliert werden

„Wir freuen uns sehr, dass sich Aimplas für einen Leistritz-Extruder entschieden hat“, sagt Albrecht Huber, Erzeugnisbereichsleiter Life Science & Pharma bei der Leistritz Extrusionstechnik GmbH. Der ZSE 18 HP-PH ist seiner Meinung nach der perfekte Extruder für die sogenannte Hot-Melt-Extrusion, das Nassgranulieren oder für die Filamentherstellung – eben genau die Anwendungen, die für die Spanier wichtig sind. Die Anlage könne sowohl für die Rezepturentwicklung als auch für die Produktion von Kleinchargen eingesetzt werden. Ausschlaggebend fßr die Entscheidung von Aimplas war sicherlich auch die Tatsache, dass die Maschinengeometrie aller ZSE HP-PH-Extruder (mit Schneckendurchmessern von 12 bis 50 mm) dieselbe ist, ist sich Huber sicher. Ein Scale-up vom Labor- auf Produktionsmaßstab sei deshalb problemlos möglich, sodass man erste Kundenversuche dann auf größere Produktionsanlagen übertragen könne.

Extrusionsexperten aus Nürnberg sind immer vorne mit dabei

Im Bereich der Pharmaextrusion ist Leistritz breit aufgestellt: So bieten die Extrusionsexperten je nach Bedarf verschiedenes Downstream-Equipment wie die Walzenkühlung oder den Micro-Pelletizer für Pelletgrößen mit einem Durchmesser bis maximal 0,5 mm. Auch beim Thema Inline-Prozessüberwachung punkten die Verfahrensexperten aus Nürnberg mit der UvVis-Technology als PAT-Gerät (Process Analytical Technology), heißt es weiter. Die Extrusionslinie von Aimplas, zu der auch eine Seitenbeschickung zur Förderung des Materials stromabwärts in die Schmelze gehört, ist einschließlich der Steuerung nach den neuesten GMP-Richtlinien qualifiziert, betonen die Mittelfranken.

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