Wireless-Kommunikation

Standardisierte Funktechniken erhöhen Akzeptanz der Anwender

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Akzeptiert sind mittlerweile vor allem die Techniken, die sich schon im nicht industriellen Umfeld etabliert haben. Dazu sollen W-Lan, GSM/GPRS und Bluetooth zählen; alle drei Techniken hätten sich bereits in Consumer-Geräten bewährt, so dass entsprechende Erfahrungswerte vorlägen, die übertragbar seien.

W-Lan, GSM/GPRS und Bluetooth müssen für Industrie zuverlässiger sein

„Wir als Hersteller müssen dafür sorgen, dass diese Technologien angepasst werden für den Industrieeinsatz. Es zählt nur eines: Zuverlässigkeit, und zwar an 365 Tagen rund um die Uhr“, so Koch. Denn Anwender ohne Erfahrungswerte würden meist Probleme hinsichtlich Sicherheit, Zuverlässigkeit und Koexistenz befürchten. „Wird allerdings bei der Planung, Inbetriebnahme und dem Betrieb genauso umsichtig vorgegangen, wie es bei kabelgebundenen Lösungen seit Jahrzehnten der Fall ist – niemand würde dort auf die Idee kommen, Kabel einfach quer durch den Raum zu ziehen –, so lassen sich diese Probleme mit Funkfeldplanung sowie Authentifizierungs- und Verschlüsselungsverfahren lösen.“

Phoenix Contact Electronics konzentriert sich derzeit darauf, die etablierten Wireless-Techniken weiterzuentwickeln – der Fokus dabei liege auf der Optimierung der Funktionen, die für industrielle Anwendungen von hoher Bedeutung sind: Echtzeit, Zuverlässigkeit und Diagnose.

Wireless-Anwendungen für die Industrie müssen koexistieren können

„Der Einsatz von Funktechniken nimmt ständig zu – damit stehen wir vor einer neuen Herausforderung: Bei steigender Systemdichte sind die nutzbaren Funkkanäle immer häufiger belegt und teilweise sogar überbelegt“, erläutert Weczerek. Vor diesem Hintergrund komme der Koexistenz verschiedener Funkanwendungen sowie freien, für Automatisierungsanwendungen reservierten Frequenzbereichen eine wichtige Rolle zu.

Daran arbeiten derzeit Hersteller und Institute im ZVEI-Arbeitskreis „Wireless in der Automation“ zusammen; wesentliches Ziel ist die Förderung der Wireless-Techniken in industriellen Anwendungen und Beschleunigung der Marktdurchdringung. Auch Turck ist Mitglied im Arbeitskreis, dessen Entwicklungen laut Wolf unter anderem auf das lizenzfreie 2,4-GHz-ISM-Freqenzband zielen.

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