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„Dies muss bei gemeinsamer Nutzung mehrerer Funktechniken für alle Teilnehmer an einem Ort so aufgeteilt werden, dass es einerseits gut ausgeschöpft wird, auf der anderen Seite aber eine gegenseitige Beeinflussung unterbleibt“, so Wolf. Dafür sei ein sogenanntes Frequenzmanagement erforderlich, das die Koexistenz sichert. Vorschläge, wie das Frequenzband in Zukunft aufgeteilt werden könnte, seien schon vorhanden.
Wireless-Komponenten für die Industrie brauchen autonome Energieversorgung
Außer der Koexistenz spielt für Phoenix Contact Electronics auch die Energieversorgung der Komponenten eine wichtige Rolle: „Um zukünftig gänzlich auf Kabel verzichten zu können, muss die Frage der Energieversorgung gelöst werden“, so Weczerek. Themen wie Energy Harvesting, also die autonome Energieversorgung aus Quellen wie Umgebungstemperatur oder Luftströmungen, seien zentrale Ansatzpunkte.
Darüber hinaus wird die Standardisierung der Funktechniken als weitere Voraussetzung für eine verbesserte Akzeptanz bei den Anwendern betrachtet. Dr.-Ing. Guntram Scheible, Produktmanager bei ABB Stotz-Kontakt, Heidelberg, und Vorsitzender des ZVEI-Arbeitskreises: „Neben Standardtechnologien aus anderen Bereichen, beispielsweise Mobilfunknetzen, W-Lan oder Bluetooth, sind jetzt erste spezielle Standards und Technologien für die Industrieautomation am Markt verfügbar.“
Standardisierung von Wireless-Systemen für die Industrie angestrebt
Organisationen wie die PNO (Profibus Nutzerorganisation) und HCF (Hart Communication Foundation) hätten sich mit der Standardisierung von Funklösungen befasst. Die PNO beispielsweise hat die Standardisierung der Wisa-Technik (IEEE 802.15.1) für Sensoren und Aktoren auf den Weg gebracht, um eine optimale Lösung für die Fertigungsautomatisierung bieten zu können.
„Damit erfüllt Wireless zunehmend das wichtige Kriterium der Anwenderseite nach geeigneten Automatisierungsstandards, beispielsweise für die Sensor-Aktor-Anbindung in zeitkritischen Steuerungsanwendungen“, konstatiert Scheible. Die neuen Standards müssten sich zwar im praktischen Einsatz noch bewähren – insbesondere erwartet Scheible, dass die Themen Interoperabilität und Handhabung wichtig werden; es würden sich aber gute Chancen für neue Anwendungen und langfristiges Marktwachstum bieten.
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