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Der Einsatz des Kernmaterials ist nicht nur auf Leichtbauanwendungen in der Luft- und Raumfahrt beschränkt. Die aktuellen Forschungsziele sind zwar sehr luftfahrtorientiert, jedoch kann das Produkt ebenfalls für Sandwichstrukturen in Bereichen mit hohem Leichtbaupotenzial eingesetzt werden, zum Beispiel im Bereich Elektromobilität, in Nutz- und Schienenfahrzeugen sowie im Bootsbau.
Bessere Eigenschaftsanpassung im Vergleich zu Honigwaben
Die Idee für das Produkt Nap Core gibt es bereits seit über 25 Jahren. Jedoch können damit erst heute aufgrund der Entwicklung neuer technischer Textilien und der Verwendung optimierter Harzsysteme deutlich verbesserte und ausbalanciertere Eigenschaften erreicht werden. So ermöglichen ultraleichte textile Halbzeuge die Herstellung von Nap-Core-Kernmaterialien mit höherer spezifischer Druckfestigkeit bei Raumgewichten von 35 kg/m3 und weniger.
Zwar erreichen die mechanischen Kennwerte des Kernmaterials nicht das Niveau von Honigwaben, das Besondere dieser Entwicklung liegt jedoch in der Möglichkeit, sehr unterschiedliche Ausgangswerkstoffe miteinander zu kombinieren. So können die Sandwicheigenschaften für jeden Anwendungsfall gezielt angepasst werden.
Zum anderen hat das Material Nap Core vorteilhafte, bereits erwähnte Sekundärfunktionen wie Drainierbarkeit, Drapierbarkeit und Schallreduktion. Die Vielfalt an Materialkombinationen und die vorteilhaften Struktureigenschaften bergen ein großes Anwendungspotenzial für das multifunktionale Kernmaterial Nap Core.
* Andreas Bernaschek ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Innomat GmbH in 14513 Teltow.
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