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Kermaterial Nap Core wird aus flächigem und elastischem textilen Halbzeug hergestellt
Das Kermaterial Nap Core wird aus einem flächigen und elastischen textilen Halbzeug hergestellt, stabilisiert mit einem Matrixsystem. Dabei können Faserwerkstoff, Struktur und Gewicht des Textils variabel gestaltet und an jeden Anwendungsfall gezielt angepasst werden. Ob kostengünstige Polyestermaterialien, ultraleichte Hybridtextilien oder flammfeste Aramidgarne – der Textilauswahl sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
Das textile Halbzeug wird in eine duromere Matrix auf Phenol-, Epoxid- oder Cyanatharzbasis eingebettet. Auch sind thermoplastische Kunststoffe zur Einbettung denkbar. Des Weiteren kann die geometrische Struktur der Noppen hinsichtlich des Durchmessers, der Anordnung und der Höhe variiert werden. Die Kombinationsvielfalt aus geeignetem Textil, passendem Harzsystem sowie entsprechender Geometrie macht die Gestaltung sehr unterschiedlicher Noppenvarianten möglich.
Einfache und günstige Herstellung in einem kontinuierlichen Prozess
Das Herstellungsprinzip des Kernmaterials basiert auf dem dreidimensionalen Strukturieren ebener, flächiger Textilien. Es kann relativ einfach und günstig in einem kontinuierlichen Prozess umgesetzt werden. Das offenporige Textil macht Nap Core zu einem sehr gut drainierbaren Kernwerkstoff. Das vereinfacht zum Beispiel die Beseitigung von angesammeltem Kondenswasser aus dem Kern. Die separat ausgeformten Noppen ermöglichen eine gute Drapierbarkeit und die Gestaltung von zylindrischen Bauteilen mit sehr kleinen Radien. Der Freiraum zwischen den einzelnen Noppen kann zum Einbau von Kabeln und Leitungen genutzt werden.
Das Kernmaterial verfügt zudem über günstige akustische Eigenschaften. In ersten experimentellen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass ein Sandwichaufbau mit Nap-Core-Kern im Vergleich zu einem Sandwich mit dem konventionellen Honigwabenkern bei gleichem Raumgewicht und identischer Bauweise ein höheres Schalldämmmaß aufweist. Besonders im Hochfrequenzbereich kann das Kernmaterial einen größeren Beitrag zum Lärmschutz leisten. Welche Faktoren genau für diesen Effekt verantwortlich sind, wird derzeit in einem gesonderten Projekt untersucht.
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