Druckgusswerkzeug-Beschichtung Neuartige Beschichtung vereinfacht Aluminiumdruckguss
Eine neuartige PVD-Schicht verbessert Druckgusswerkzeuge bei der Aluminiumverarbeitung, wie Sulzer Metaplas an seinem Stand auf der EMO Hannover 2013 zeigt.
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Beim Druckgießen von Aluminium müssen Oberflächen hohen Belastungen standhalten, vor allem sehr hohen Temperaturen während des Aluminiumeinspritzens. Diese hohen Temperaturen mache sich die neuartige PVD-Schicht Ffusion zu nutzen. Sie bilde eine schützende Oxidschicht und senke somit die Klebewirkung, die durch ungleichmäßiges Aufbringen der Trennstoffe entstehen kann. Die Schicht weist eine Härte von circa 28 GPa und einen Elastizitätsmodul von circa 400 ± 40 GPa bei applizierten Schichtdicken von bis zu 10 μm auf.
Werkzeuge für Aluminiumdruckguss müssen seltener gereinigt werden
Anwendungserfahrungen zeigen laut Hersteller, dass eine Standard-PVD-Schicht eine Reinigung der Kerne bereits nach zwei Tagen erfordert hatte, Ffusion-Schichten dagegen erst nach sieben Tagen. Tauchexperimente mit ventilierter Schmelze zeigten, dass die Ffusion-Schicht den gegenwärtigen Marktschichten auch hinsichtlich des Lochfraßes überlegen sei und dass Ffusion zu einer Verminderung der Kernstiftbrüche und somit einer Verbesserung der Prozesssicherheit führe.
Es ist mit den neuartigen Beschichtungen nach Angaben von Sulzer eine Verminderung des Trennmittelversagens zu verzeichnen, womit eine bessere Entformung ermöglicht wird. Neben dem Schutz von Kernstiften, können auch Formeinsätze und Kavitäten gegen Verklebungen, Lochfraß und Verschleiß geschützt werden.
Sulzer Metaplas auf der EMO Hannover 2013: Halle 5, Stand A17
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