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Polypropylen und Mischfaservlies
Die Verkleidungs- und Abdeckungsteile der Standard- und der Sonderausstattungen werden beide ausgehend von Polypropylen basierten, glasfaserverstärkten Mischfaservliesen (Low Weight Reinforced Thermoplastics, LWRT) im Formpressverfahren hergestellt. Dazu werden große LWRT-Zuschnitte in einem Umluftofen aufgeheizt und von einem Roboter in ein Presswerkzeug eingelegt, das je nach Teilegröße bis zu vier Bauteile auf einmal formt, wie Lanxess beschreibt. Abschließend werden die Bauteile aus der umgeformten Zuschnitt-Platine ausgestanzt oder per Wasserstrahl ausgeschnitten. Bei den Bauteilen für die Sonderausstattungen wird zusätzlich ein 0,5 mm dicker Einleger aus Tepex auf den LWRT-Zuschnitten platziert und mit umgeformt, sodass die resultierenden Komponenten der Straße die robuste Oberfläche aus Tepex zuwenden.
Gemeinsam für den SUV-Schutz
Hersteller der Motorraumverkleidungen und Tankabdeckungen ist die Elringklinger Abschirmtechnik AG mit Sitz in Sevelen in der Schweiz. Sie setzt dabei das LWRT-Material ElroCoustic ein. Die Tunnelabdeckungen werden von der Röchling Automotive SE & Co. KG, Mannheim, aus dem hauseigenen LWRT-Werkstoff Seeberlite produziert. Als Einleger kommt bei allen Teilen der Sonderausstattungen Tepex dynalite 104-RG 601 zum Einsatz. Es besteht aus einer Polypropylenmatrix, in die 47 Volumen-% Endlosglasfaser-Roving als einlagiges Gewebe eingebettet ist.
Der leisere Weg über Stock und Stein
Die Deckschicht aus Tepex steigert die Festigkeit, Steifigkeit und vor allem die Zähigkeit der LWRT-Bauteile um ein Mehrfaches. Dazu Dittmar: „LWRT hat wegen seines vliesartigen Aufbaus eine sehr gute schallabsorbierende Wirkung, die mit anderen Pressmassen verloren gegangen wäre und weniger Fahrkomfort bedeutet hätte.“
Die Belastbarkeit des Compositeaufbaus ließe sich noch steigern, wenn Tepex nicht nur straßen-, sondern auch innenseitig als Decklage zum Einsatz käme. „Das Resultat wäre ein Sandwichaufbau mit einem Kern aus LWRT, der noch steifer, aber dabei trotzdem leicht wäre“, erklärt Dr. Egon Moos, Product Manager Underbody Systems, bei Röchling Automotive.
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