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Innovation Unternehmen konzentrieren sich noch zu oft auf neue Produkte

| Redakteur: Melanie Krauß

Geht es um Innovationen, setzt der klassische Maschinenbauer laut einer Studie des VDMA nach wie vor auf die Verbesserung bestehender oder die Entwicklung neuer Produkte. Neue Geschäftsmodelle, Dienstleistungen oder Prozesse werden hingegen noch zu selten vorangebracht.

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Wenn es um Innovationen geht, denken Maschinenbauer oftmals noch zu eng. Neue Geschäftsmodelle werden beispielsweise kaum (5 %) gezielt entwickelt.
Wenn es um Innovationen geht, denken Maschinenbauer oftmals noch zu eng. Neue Geschäftsmodelle werden beispielsweise kaum (5 %) gezielt entwickelt.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Der digitale Transformationsprozess stellt Führungskräfte und Mitarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau vor Herausforderungen, die weit über rein technische Fragestellungen hinausgehen. Die neue VDMA-Studie „Führung und Innovation in Zeiten der Digitalisierung“ hat die grundlegenden Anforderungen an erfolgreiche Unternehmens- und Mitarbeiterführung untersucht und konkrete Handlungsempfehlungen für mittelständische Maschinenbauer daraus abgeleitet.

Unter anderem müssen Unternehmen laut VDMA ihre Fähigkeit zu radikaler Innovation stärken. Kooperationen mit Universitäten, Start-ups oder Firmen aus anderen Branchen könnten Zugang zu neuen Perspektiven, Ideen und Arbeitsweisen geben. Insbesondere das mittlere Management wirkt in manchen Unternehmen der Studie zufolge als „Bremser“ der Digitalisierung. Deshalb sei das Topmanagement besonders gefragt voranzugehen. Visionäre Führung und klare Vermittlung der Notwendigkeit zu digitalen Innovationen seien entscheidend.

Eine neue Studie des VDMA zeigt, dass die Maschinenbauer zwar erkannt haben, dass sie in Zeiten der Digitalisierung umdenken müssen, in der Praxis aber oft noch zu eng gedacht und gehandelt wird.
Eine neue Studie des VDMA zeigt, dass die Maschinenbauer zwar erkannt haben, dass sie in Zeiten der Digitalisierung umdenken müssen, in der Praxis aber oft noch zu eng gedacht und gehandelt wird.
(Bild: VDMA, nachgebaut)

Der Fokus der Innovationstätigkeit liegt nach wie vor auf der Verbesserung bestehender Produkte (30 %), gefolgt von der Entwicklung neuer Produkte (19 %). Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Dienstleistungen oder Prozesse nehmen jeweils nicht mehr als 7 % der Innovationstätigkeit ein. Durchaus selbstkritisch schätzen so die Unternehmen laut Studie ihre Fähigkeit zur Geschäftsmodell-Innovationsfähigkeit als im internationalen Vergleich eher durchschnittlich ein.

In ihren Innovationsnetzwerken konzentrieren sich die Unternehmen auf die Kunden, Nutzer und Lieferanten, mit dem Risiko der Konzentration auf eher inkrementelle Innovationen. Die Zusammenarbeit mit IT-Unternehmen und Start-ups, eventuell auch Wettbewerbern, ist dagegen derzeit noch recht wenig ausgeprägt.

Mitarbeiterführung innovationsfördernd gestalten

Die Unternehmen sollten laut VDMA eine innovationsfördernde Mitarbeiterführung ausbauen. Zum Beispiel könne man innovative Persönlichkeitsanteile relativ leicht im Einstellungsgespräch feststellen. Innovation sollte darüber hinaus im Unternehmen sichtbar sein; Mitarbeiter und Teams, die eine radikale Idee erfolgreich entwickelt haben, könnten zum Beispiel bei verschiedenen Anlässen besonders hervorgehoben werden. Besonders innovative Mitarbeiter sollten entsprechende Karrierechancen bekommen.

Schließlich sollte die Weiterbildung in Fähigkeiten wie Kreativitätstechniken oder Design Thinking nicht zu kurz kommen. Für viele Fragen der Digitalisierung würden flexiblere, iterative Problemlösungsprozesse benötigt. Insbesondere für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle müssten die Verantwortlichen sich von den zuweilen unflexiblen Strukturen lösen.

Verbesserungspotential besteht dem VDMA zufolge auch hinsichtlich der Entwicklung von Eigenverantwortung und Autonomie von Mitarbeitern und Teams mit Blick auf ihre Innovationsideen. Zwar würden Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen recht häufig in Teams zusammenarbeiten. Doch könnten die Ressourcen für diese Teams noch deutlich verbessert werden. So fehlen laut VDMA vielfach entsprechende Räumlichkeiten für die Zusammenarbeit und Zeit und Geld sind erwartungsgemäß (zu) knapp.

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